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Oschatz Rettung für Speedy – Merkwitzerin päppelt Igel wieder auf
Region Oschatz Rettung für Speedy – Merkwitzerin päppelt Igel wieder auf
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14:35 01.04.2016
In Igel-Auffangstationen werden die kleinen Tiere aufgepäppelt. (Symbolfoto) Quelle: dpa-Zentralbild
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Oschatz/Merkwitz

Annett Hegewald aus Merkwitz kümmert sich bereits seit über zehn Jahren privat um Igel. „Am Anfang habe ich noch bis zu 15 Igel gleichzeitig aufgenommen und sie im Keller aufgepäppelt. Um sie zu versorgen und sauberzuhalten, habe ich beinahe den ganzen Tag im Keller gelebt. Obwohl Igel unter Naturschutz stehen, gibt es für sie keine finanzielle Unterstützung, da sie nicht auf der roten Liste sind. Trocken- und Nassfutter, Wasser und Medikamente mussten her. In unserem Garten sind Kisten für die Igel aufgestellt.“

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Vom Baby mit einem Gewicht von 75 Gramm und geschlossenen Augen zum stattlichen, munteren Igel: Auch Rocky wurde von Annett Hegewald aufgepäppelt.

Über die Jahre hat Annett Hegewald ein Händchen dafür entwickelt, den Igeln zu helfen. So pflegte sie bisher rund 150 dieser Winterschläfer. Einen von ihnen hat sie besonders ins Herz geschlossen und überlegt sogar, ein kleines Buch über die Erlebnisse mit ihm zu verfassen. Denn Igel Speedy hat bereits eine Menge durchmachen müssen. Er kam im Januar 2010 mit einem verletzten Beinchen zu Annett Hegewald. Der Tierarzt unternahm alles, um ihn wieder gesund zu pflegen. So wurde das Beinchen mit den verschiedensten Techniken genagelt. Nach einigen Versuchen gelang es.

Igel kam mit schwerer Ohrenentzündung wieder

Der Igel kam zur Igelstation nach Arzberg bei Torgau und konnte einige Zeit später wieder ausgewildert werden. Doch genau dieser Igel kam später wegen einer schweren Ohrenentzündung erneut zu der Merkwitzerin. Zunächst halfen alle Behandlungsversuche nichts. Annett Hegewald kam bereits an den Punkt, an dem sie mit dem Gedanken spielte, den Igel zu erlösen. Aber es wurde weitergekämpft – schließlich auch mit Erfolg. Und Speedy bleibt nun bei der Familie. Dafür wurde für ihn ein 25 Quadratmeter großes Außengehege errichtet.

Speedy hat ein neues Heim gefunden: Der kleine Igel zog nun dauerhaft bei Annett Hegewald ein. Quelle: Privat

In den vergangenen Jahren hat Hegewald ihren Einsatz etwas zurückgeschraubt. Ihre Arbeit nimmt sie zeitlich stark ein. Dennoch sagt sie selbst, dass sie niemanden abweisen würde, der sie um Hilfe für einen Igel bittet. „Ich bin jedoch auch froh, wenn die Leute, die die Möglichkeit dafür haben, die Tiere selbst verpflegen. Ich behandle Flöhe, mache Zecken raus, gebe auch gern Medikamente und Futter mit. Doch die Leute müssen etwas Entgegenkommen zeigen. Es ist eine sehr schöne Erfahrung, einen Igel über den Winter zu bringen, auch wenn es natürlich mit Arbeit verbunden ist.“ Aktuell hat die Merkwitzerin noch sieben Igel bei sich, die sich noch im Winterschlaf befinden. Doch um den Tieren nachhaltig zu helfen, sei die Hilfe von mehr Menschen notwendig.

Von Kristin Engel

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