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Riesa/Oschatz mit Ausrufezeichen

Riesa/Oschatz mit Ausrufezeichen

In den Wochen der Wahrheit, mit drei Spitzenspielen in Folge, war diesmal die Reserve des HC Plauen zu Gast. Die Vogtländer waren auf Rang fünf der Tabelle platziert und rechneten sich durchaus eine Siegchance in der gut gefüllten WM-"Hölle" in Riesa aus.

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Energisch setzt sich der Riesa/Oschatzer Spieler Marcel Kühnel (Nr. 4) gegen die Abwehr des Reserveteams vom HC Plauen durch. In dieser Begegnung kann die Heimsieben ihr Torverhältnis weiter aufpolieren.

Quelle: Dirk Hunger

Riesa/Oschatz. Aber die HSG Riesa/Oschatz wies die Plauener mit 46:27 (20:16) in die Schranken.

 

Von Sören Schwigon

 

Die Partie startete wie ein echtes Topspiel. Gut aufgelegte Angriffsreihen auf beiden Seiten sorgten für einen munteren Beginn. Dabei erwischte Plauen einen Start nach Maß. Die Vogtländer brachten jeden Ball im Tor von Cardaun unter. Dabei konnte dem Betrachter der Torhüter ein wenig leid tun, denn er musste von abgefälschten Bällen über Sonntagsschüsse bis hin zu Schlagwürfen von der Außenposition alles in Kauf nehmen. Letztendlich mussten die HSG-Männer einem Drei-Tore-Rückstand hinterher laufen. Beim Stand von 10:13 stellten die Riesaer das Abwehrsystem um, und die Vogtländer verloren völlig den Faden. Riesa/Oschatz erzielte sechs Treffer in Folge - und die Halle stand Kopf. In dieser Phase zeigten besonders Ehrenberg auf der Spielmacher- und Sarnizei von der Außenposition, wie wichtig sie für das Team sind. Mit 20:16 verabschiedete sich die Heimsieben siegessicher in die Halbzeitpause.

 

Hochmotiviert kam die HSG-Vertretung zum zweiten Durchgang aus der Kabine. Die zweite Hälfte sollte ein Fest und Werbung für den Handball in der Region werden. Die HSG Riesa/Oschatz spielte wie aus einem Guss. Anders nagelte seinen Kasten zu, und Marcel Kühnel sowie Staffe organisierten die Abwehr hervorragend. Dadurch konnten Konter um Konter gelaufen und die Plauener zum Aufgeben gezwungen werden. Über die Stationen 27:17, auf 37:24 zum Endergebnis von 46:27 bauten die HSG-Männer den Vorsprung kontinuierlich aus.

 

Der Lohn für diese hervorragende Leistung war die Übernahme der Tabellenführung in der Verbandsliga West. Am Mitkonkurrenten Zwenkau konnte nach diesem Ergebnis aufgrund des besseren Torverhältnisses vorbei gezogen werden.

 

Fazit der Begegnung: Wer im Training hart arbeitet und es schafft, die Inhalte im Kopf der Spieler zu speichern, um sie am Wochenende unter Wettkampfbedingungen wieder abzurufen, kann so ein Handballfest wie gegen den HC Plauen II zelebrieren. Unfair wäre, einen Spieler besonders zu loben, da die gesamte Mannschaft stark auftrat: ganz gleich, wer, wann und wo spielte. Trainer Thomas Schneider wechselte über die kompletten 60 Minuten munter durch, und es war auf keiner Position ein Abbruch zu erkennen. In den nächsten zwei Spielen wird sich zeigen, was dieser Erfolg wert war und wie stark die Mannschaft wirklich ist. Am 7. Dezember kommt es dann zum vorläufigen Abschluss in der Oschatzer Rosentalsporthalle zwischen der HSG Riesa/Oschatz und dem zweitplatzierten Team aus Zwenkau. Aufgrund der großen Nachfrage und der begrenzten Kartenanzahl ist der Vorverkauf bereits eröffnet.

 

Riesa/Oschatz: Anders, Cardaun; Sarnizei (6), Camen (3), M. Kühnel (4), Lehmann (2/2), Schreiber (1), Werner (1), A. Kühnel (4), Ehrenberg (4), Schubert (4), Steinert (3), Staffe (8), Wunder (4).

Sören Schwigon

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