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Oschatz Rohbauarbeiten im Oschatzer Bahnhof abgeschlossen
Region Oschatz Rohbauarbeiten im Oschatzer Bahnhof abgeschlossen
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15:59 05.06.2018
Während sich Landrat Kay Emanuel (links auf dem kleinen Foto) im Gespräch mit dem Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (Mitte) und Döllnitzbahn-Geschäftsführer Ingo Neidhardt über den Stand der Bauarbeiten am Oschatzer Bahnhof informiert, verankert Henriko Kühn die Sandsteingewände in den Fenstern. Quelle: Foto: Axel Kaminski
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Oschatz

Noch ist die Fassade des Bahnhofsgebäudes grau. Sperrholzplatten vor den Fensteröffnungen sichern zusätzlich zum Bauzaun die Baustelle vor unerwünschten Besuchern.

Für die erwünschten Besucher stand am Dienstag die (Bau-)Tür vom Bahnhofsvorplatz aus offen. Landrat Kai Emanuel (parteilos), der auch Vorsitzender des Zweckverbandes Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) ist, ließ sich von Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) über den Stand der Arbeiten unterrichten. Döllnitzbahn-Geschäftsführer Ingo Neidhardt erläuterte dem Gast, welche Areale im sogenannten Zwischenbau künftig wie genutzt werden.

Gebäude in schlechterem Zustand als erwartet vorgefunden

Dazu bedarf es nach wie einer großen Portion Fantasie. Dabei sind die größten Probleme aus dem Weg geräumt – so weit man sich bei diesem Bauwerk eine solche Aussage erlauben darf. „Das Gebäude war in einem schlechteren Zustand als erwartet“, betonte Andreas Kretschmar. Man rechne im ersten Bauabschnitt mit Kosten von 1,3 Millionen Euro.

Angebote für nächste Gewerke werden ausgewertet

Abgeschlossen sind jetzt die Rohbauarbeiten im Zwischenbau. Dazu gehört auch, dass die als Träger genutzten Eisenbahnschienen in der Decke – eine der Überraschungen am Bau – komplett in Beton gelegt worden sind. Für die Trockenbauarbeiten und die Türen sei die Ausschreibungsfrist abgelaufen. Derzeit würden die Angebote ausgewertet. Die Ausschreibungen für Maler-, Fußboden- und Fliesenleger- sowie Tischlerarbeiten bereite man momentan vor.

Bahnhof als Visitenkarte

„Die Bahnhöfe sind Visitenkarte der Orte, eben weil man ihn oft von der Bahn aus betritt“, unterstrich Kai Emanuel. Ziel des ZVNL sei es, dass wieder mehr Bahn gefahren werde. Der Landkreis forciere die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs mit dem Programm „Nordsachsen bewegt“.

Ingo Neidhardt bezeichnete es als „großes Geschenk“, dass sich der Landkreis und die Große Kreisstadt so für dieses Gebäude engagieren. Wenn sich schon die „große Bahn“ nicht mehr um diese Visitenkarten kümmere, dann sei es nur mit den Akteuren vor Ort möglich, so eine Aufgabe zu bewältigen.

Döllnitzbahn verspricht beschauliche Stube für Oschatz

Zwischen den kahlen Wänden unter dem aber immerhin trockenen Dach erläuterte der Döllnitzbahn-Geschäftsführer, dass sich hinter der Eingangstür künftig der Wartebereich befinden werde und linker Hand das Mobilitätszentrum. Dort solle es noch in diesem Jahr außer Fahrkarten einen Imbiss, Zeitungen und Zeitschriften sowie Souvenirs geben. Für den Wartesaal versprach Ingo Neidhardt Bänke und Bebilderung, kurzum eine „Wohlfühlatmosphäre“. „Das wird eine beschauliche Stube für Oschatz“, blickte er voraus.

Im Schein der Taschenlampenfunktion eines Handy bekam Kai Emanuel auch das „Radhaus“, also die neue Fahrradabstellfläche zu sehen. Dort sind schon Anschlüsse für E-Bike-Ladestationen vorgesehen.

Von Axel Kaminski

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