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Rostock ohne Punkte an die Ostsee

Rostock ohne Punkte an die Ostsee

"Nur gut, gewonnen." So könnte der knappe Kommentar zum SHV-Spiel am Sonntag in der Rosentalsporthalle lauten. Aber auch: "Der achte Mann hat es mit gerichtet." Vor einer durchaus beeindruckenden Kulisse, die das SHV-Team nach besten Kräften unterstützt hat, gelang es den Oschatzerinnen, mit einem 22:20 (10:8)-Sieg gegen den Rostocker HC die Punkte zu behalten.

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Carmen Schneider (mit Ball) und Ivana Vujica (Nr. 22) sind beim SHV Oschatz am treffsichersten und gehen selbst dorthin, wo es auch mal weh tut.

Quelle: Dirk Hunger

Auch die Rostocker Fans machten ordentlich Stimmung in fremder Halle. Es war also im Umfeld alles perfekt für eine klassisches Handballspiel. Dass es dann nach sieben Minuten gerade mal 1:1 stand, war schon weniger nachvollziehbar. Beide Seiten glänzten zunächst durch Ballverluste und verworfene Angriffe. Bis zur 18. Minute (5:5) hatte sich daran nicht wesentlich viel geändert. Im Gegenteil, Rostock ging beim 5:6 selbst in Führung. Mit dem dann folgenden Hattrick von Ivana Vujica wendete sich das Blatt wieder zum 8:6 (23. Minute) für die Gastgeberinnen. Die Abwehrreihen beider Teams bestimmten das Geschehen auf dem Parkett über weite Strecken. Bis auf je einen Treffer von Heine und Ackermann teilten sich die beiden SHV-Protagonisten Schneider und Vujica die Treffer im ersten Abschnitt untereinander auf. Beide gingen auch dahin, wo es vielleicht mal weh tut. Da muss von den Mitspielerinnen ganz einfach mehr erwartet werden dürfen. Der SHV hatte mit Lisa Zimmermann aber auch einen stabilen Rückhalt im Tor.

 

Vor allem in der zweiten Hälfte konnte sie in entscheidenden Phasen immer wieder gut parieren. Der Delor-Sieben gelang es zwar mehrfach mit zwei Treffern in Führung zu gehen, aber die Gäste glichen immer wieder aus. "Mit dem langen Querspielen der Rostockerinnen vor unserer Deckung sind wir nicht gut klargekommen und kamen im entscheidenden Moment dann einen Schritt zu spät", meinte Carmen Schneider nach dem Schlusspfiff. So kamen die Gäste unter anderem auch zu fünf Strafwürfen. Einen entscheidenden Siebenmeter beim Stand von 18:18 konnte Lisa Zimmermann toll parieren und damit eine weitere Gästeführung in der Schlussphase verhindern. Ivana Vujica machte es auf Oschatzer Seite anschließend besser und erzielte die 19:18-Führung vom Punkt (53.). Nach dem 20:18 für den SHV nahm Rostocks Trainer eine weitere Auszeit - mit Erfolg, wie sich im Anschluss zeigte. Bis zur 56. Minute fiel erneut der Ausgleich zum 20:20.

 

Noch vier Minuten waren zu spielen. Diese Schlussphase bot alle Möglichkeiten: verlieren, gewinnen, unentschieden? Das Oschatzer handballkundige Publikum stand jetzt wie ein achter Mann hinter dem SHV-Team. Oschatz kämpfte und nahm endlich in der Schlussphase den Kampf im 1:1 auch an. Zwar blieb man auch dabei nicht fehlerfrei, drei Angriffe wurden in dieser Phase wegen Schrittfehler oder Stürmerfoul abgepfiffen. Am Ende zählen aber die zwei Tore mehr, die der SHV nun noch erzielte. Tatkräftig unterstützt von Torfrau Lisa "Lotte" Zimmermann, die ihre gute Leistung bis zum Ende unter Beweis stellen konnte und sich damit ein Extralob von SHV-Trainerin Jana Delor verdiente: "Lisa hat heute ein tolles Spiel abgeliefert und uns in entscheidenden Momenten den Rücken frei gehalten. Sonst kann ich zum Spiel nur sagen: mit Glück zwei Punkte geholt."

 

Ja, glücklich waren die Oschatzerinnen schon nach dem Schlusspfiff. Die Dolphins aus Rostock hingegen waren mehr als unglücklich ob des knappen Spielausgangs, denn sie haben gekämpft bis zum Umfallen und müssen nun weiter auf die ersten Punkte der Saison warten.

 

Oschatz: Zimmermann, Miersch; Witecy (1), Wiersma (2), Wirsik, Kube, Ackermann (4), Staffe, Heine (1), Schneider (6), Vujica (8/3).

Kerstin Staffe

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