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Rot-Rot-Grün in Oschatz? Parteien suchen nach Gemeinsamkeiten

Rot-Rot-Grün in Oschatz? Parteien suchen nach Gemeinsamkeiten

Das Wahljahr 2015 entwickelt sich in der Collm-Region offenbar auch zu einem Jahr der Annäherung von Linken, SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Im vergangenen Jahr gab es im Oschatzer Stadtrat eine Fraktion von Grünen, SPD und Freie Wähler.

Collm-Region. Von Hagen Rösner

 

Dann schickten Linke und Grüne mit Peter Hettlich einen gemeinsamen Landratskandidaten ins Rennen. Und zuletzt hatten die Grünen bei der Eröffnung der Karikaturenausstellung im E-Werk auch die Linken als Gäste eingeladen. 25 Jahre nach der Wende steht bei den Parteien nicht nur der Generationswechsel vor der Tür, sondern entdecken junge Linke, Sozialdemokraten und Grüne, dass sie in ihren Anschauungen gar nicht so unterschiedlich sind.

 

"Ich glaube, dass eine Zusammenarbeit ganz stark von den persönlichen Sympathien abhängt. Wenn es dann auch gemeinsame politische Schnittmengen gibt, dann kann ein gutes Bündnis entstehen. Die Landratswahl war ein gutes Beispiel. Ich kann mir vorstellen, dass wir auch in Zukunft bei einigen Projekten zusammenarbeiten, wenn wir dabei auch bei den Wählern glaubhaft bleiben", sagt Gerhard Bader, der Chef der Linken in der Oschatzer Region. "Allerdings sehe ich da im Augenblick kein konkretes Projekt", so Bader. Gegenseitiger Gedankeaustausch und Treffen seien für den Linksparteichef der Collm-Region nicht problematisch.

 

"Bündnisse und Gedankenaustausch mit Parteien, die uns nahestehen, halte ich für legitim. Ich bin aber der Meinung, dass man die Parteimitglieder und auch die Bürger bei Entscheidungen mitnehmen muss. Keine Partei solle ihre Identität aufgeben müssen", sagt Ursula Fritzsche, die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Döllnitztal. Für sie stehe das immer als Ziel im Vordergrund. Und so wurde Ursula Fritzsche in diesem Jahr erstmals in ihrem Leben bei der Wermsdorfer Bürgermeisterwahl zur CDU-Wählerin. "Es gab für mich keine Alternative - und dazu stehe ich", sagt die Wermsdorferin. Im gleichen Atemzug formuliert sie aber auch: "Ich finde, ein Bündnis kann eine gute Möglichkeit sein, die CDU-Hoheit in vielen Bereichen ein Stück weit zu brechen. Einzeln sind die SPD und die Grünen, aber auch die Linken kleine Parteien. Gemeinsam können wir einiges erreichen", sagt Ursula Fritzsche. Je nach Ort könnten die Bündnisse auch unterschiedlich sein. Im Oschatzer Stadtrat gibt es schon seit der vergangenen Legislaturperiode eine Fraktion von Grünen und SPD, zu der im vergangenen Jahr auch noch die Freien Wähler dazugestoßen sind. Der Fraktion gehören David Pfennig, Uta Schmidt (beide Grüne), Stefan Bräuer (SPD), Katrin Hanel (Freie Wähler), Henry Korn (Freie Wähler) und Günter Staffe (Freie Wähler) an. Die Linkspartei hat im Oschatzer Stadtrat eine eigene fünfköpfige Fraktion und ist drittstärkste Kraft im Stadtparlament. "In der vergangenen Woche haben sich die Kreisvorstände von Grünen und Linken getroffen und eine weitere gemeinsame Zusammenarbeit im Rahmen ihrer Möglichkeiten vereinbart", sagt Sprecherin Barbara Scheller von den Grünen. Mit den Linken funktioniere die Kooperation an der Basis hervorragend. Grüne und Linke haben beide ihre Büros im E-Werk. Und wie sieht es mit der Zusammenarbeit mit der SPD aus? "Ich habe ein gutes Verhältnis zu Ursula Fritzsche, wir können gut miteinander. Da kann einiges gehen", so Scheller.

 

Der parteilose Oschatzer Oberbürgermeister sieht die Bündnispolitik offenbar problemlos. "Wir arbeiten im Stadtrat an Themen, bei denen sachbezogene Lösungen zu finden sind und brauchen keine Polemik", so Andreas Kretschmar.

Rösner, Hagen

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