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Oschatz Rotes Kreuz rollt mit Blaulicht durch Oschatz: Einsatzzug probt Ernstfall
Region Oschatz Rotes Kreuz rollt mit Blaulicht durch Oschatz: Einsatzzug probt Ernstfall
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16:29 26.01.2015
Mit acht Fahrzeugen ging der Einsatzzug des DRK-Kreisverbandes auf Erkundungsfahrt. Dabei wurde unter anderem auch die Fahrt in der Kolonne trainiert. Quelle: Dirk Hunger
Oschatz

Von Hagen Rösner

Der Zug macht einen gespenstischen Eindruck, rollt geschlossen mit einer Geschwindigkeit von etwa 45 Kliometer pro Stunde in die Stadt ein.

Warum die Einsatzkräfte des DRK unterwegs waren, erklärt die neue Zugführerin des Einsatzzuges Kristin Arndt: "Es war kein Ernstfall, sondern eine Übungs- und Ausbildungsveranstaltung, die bei uns auch den Namen Erkundungsfahrt trägt." Es ist das erste Mal, dass der Einsatzzug des DRK auf diese Weise seine Mobilität überprüft. "Zweck ist es, dass die Fahrer unserer Einsatzfahrzeuge praxisnah das Fahren in der Kolonne üben. Primär ist es eine Fahrübung. Es gibt bei uns Berechnungsformeln, in welcher Zeit wir beispielsweise an Einsatzorten sein müssen, weil wir vorgeschriebene Marschgeschwindigkeiten haben, an die wir uns halten müssen", sagt Arndt. Auch für sie ist es das erste Mal, dass sie eine Übung in dieser Form leitet. Der bisherige Zugführer Michael Holike hatte aus persönlichen Gründen seine Position an Kristin Arndt übergeben, arbeitet selbst als stellvertretender Zugführer weiter im Leitungsgremium mit.

Der Einsatzzug des Katastrophenschutzes besteht aus acht Fahrzeugen - dazu zählt der Einsatzleiterwagen, ein Gerätewagen, ein Materialtransporter, ein Lkw mit Feldkochherd, ein Mannschaftswagen sowie drei Krankentransportwagen. "Viele Verkehrsteilnehmer wissen gar nicht, dass eine Kolonne, wie wir als ein Fahrzeug angesehen werden muss, auch wenn wir wie in diesem Fall acht Fahrzeuge sind", sagt Zugführerin Arndt, die sich das Lächeln nicht verkneifen kann, wenn vor allem ältere Verkehrsteilnehmer wie in DDR-Zeiten an den Fahrbahnrand fahren und anhalten. "Unser Einsatzzug ist auch nicht mit den Rettungswagen oder mit den Notarztfahrzeugen zu verwechseln", fügt sie hinzu. Am alten Oschatzer Feuerwehrgebäude in der Reithausstraße wurde der erste Teil der Übung ausgewertet. "Bei der Auswertung konnte ein positives Fazit gezogen werden. Die Übung hat gut funktioniert, und die Kraftfahrer haben eine ordentliche Arbeit gemacht", so Arndt. Neben dem Fahren in der Kolonne wurde auch die Kommunikation zwischen Fahrzeugen getestet. Außerdem kamen auch die technischen Aspekte nicht zu kurz. Ölstand, Kühlflüssigkeit, Licht und Luftdruck der Fahrzeuge wurden überprüft. Die jetzige Erkundungsfahrt war der Auftakt für die Ausbildung des Einsatzzuges in diesem Jahr. Im Februar ist eine weitere Ausbildungseinheit in Oschatz geplant. Der Einsatzzug wird im Ernstfall bei Katastrophen und Schadensereignissen mit vielen Verletzten und Erkrankten eingesetzt. Er kann Notunterkünfte und Verbandsplätze einrichten und bietet eine Betreuung von Betroffenen und Rettern an. © Kommentar

Hagen Rösner

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