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Oschatz Rückhaltebecken Zschöllau: Neue Vorgaben verzögern Planung
Region Oschatz Rückhaltebecken Zschöllau: Neue Vorgaben verzögern Planung
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06:00 27.07.2017
poi Quelle: poi
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Zschöllau

Der Oschatzer Stadtrat entschied vor zehn Jahren, das Areal der ehemaligen Tintenfabrik an der Mannschatzer Straße zu kaufen und die Gebäude abzureißen. Der Platz sollte zum Erschließen eines Eigenheimstandortes dienen, ferner plante der Abwasserverband „Untere Döllnitz“ auf einem Teil des Geländes ein Regenrückhaltebecken für die Hubertusburger Straße und die Talstraße(OAZ vom 26. Juli 2007). Was ist aus diesen Plänen geworden?

Becken wird weiter angestrebt

Das Rückhaltebecken ist noch nicht gebaut, wird aber weiter angestrebt, teilt Ricarda Wohllebe auf OAZ-Nachfrage mit. „Das Becken ist Teil der Überarbeitung des Generalentwässerungsplanes Oschatz, mit dem Ziel, den guten Zustand der Gewässer im Sinne der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie zu gewährleisten“, so die Sachbearbeiterin des Verbandes. Der Freistaat habe Anfang des Jahres seine Zielvorgaben für die geordnete Mischwasserentlastung konkretisiert. „Das heißt zusätzliche Planungsarbeit für die Verbandsmitarbeiter. Derzeit finden Abstimmungsgespräche mit Planern und der Wasserbehörde statt“, so Wohllebe. Erst wenn diese abgeschlossen sind, stehe ein konkreter Zeitplan für das weitere Vorgehen. Die vorgesehene „millionenschwere Investition“ setze eine genaue Prüfung und einen verantwortungsvollen Umgang mit den dafür notwendigen Eigenmitteln aus den Gebühren der zahlenden Verbandskunden voraus.

Eigenheimstandort nicht mehr im Gespräch

Die Etablierung eines Eigenheimstandortes auf dem übrigen Teil des Geländes wird zur Zeit in der Verwaltung nicht weiter verfolgt, erklärte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) auf Nachfrage. „Das setzt einen Flächennutzungsplan voraus – ein sehr umfangreiches und zeitaufwendiges Prozedere“, so das Stadtoberhaupt. Darüber hinaus gebe es momentan keinen weiteren Bedarf. „Wir treiben unsere Bemühungen an anderen Standorten voran – beispielsweise in Schmorkau, das nur wenige Kilometer entfernt liegt.“

Von Christian Kunze

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