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Oschatz Ruhestand für lädierte Rotarmisten
Region Oschatz Ruhestand für lädierte Rotarmisten
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16:56 30.03.2012
Unbekannte haben die Gesichter der beiden Betonfigur am Ehrenmal für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen sowjetischen Soldaten zertrümmert. Die Mitglieder des Technischen Ausschusses machen sich vor Ort ein Bild von den Schäden. Quelle: Dirk Hunger
Oschatz

Von Frank Hörügel

Unbekannte hatten im November des Vorjahres die Gesichter der beiden Rotarmisten zerstört und einen roten Stern mit goldenem Hammer und Sichel von dem Ehrenmal entwendet (wir berichteten). Am kleineren Ehrenmal nebenan wurde im gleichen Zeitraum eine Messingplatte gestohlen. Schaden: 400 Euro. "Wir haben jedes Mal Anzeige erstattet, doch das lief ins Leere", sagte Finanzbeigeordneter Jörg Bringewald. Nach seinen Angaben wendet die Stadt jährlich 5500 Euro für die Pflege der beiden Ehrenmale auf - für Personal- und Materialkosten.

Zur Zukunft der Ehrenmale für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen sowjetischen Soldaten gibt es verschiedene Ideen. Eine davon ist die Umsetzung auf den städtischen Friedhof. Doch sie ist unrealistisch. "Denn hier handelt es sich um eine Grabstätte, in der 102 sowjetische Soldaten beigesetzt sind", sagte Bringewald. Eine Umbettung der Gebeine wäre zu aufwändig.

Stadtrat Peter Streubel (Die Linke) wünscht sich, dass das Ehrenmal restauriert und mit Scheinwerfern ausgeleuchtet wird. Diesen Vorschlag hat er schriftlich eingereicht. Der Bau einer Beleuchtungsanlage würde laut Bringewald mit 6000 Euro zu Buche schlagen. Sein Vorschlag: Die beiden beschädigten Betonfiguren sollten abgenommen und eingelagert werden. Anschließend werde sich die Stadt mit Restauratoren in Verbindung setzen und die Kosten für die Reparatur in Erfahrung bringen.

Das Anfertigen von Kopien wäre zwar die einfachste Lösung, aber: Die Formen für die Soldaten, die 1946 im Betonwerk Oschatz gegossen wurden, sind laut Bauamtsleiter Michael Voigt verschwunden.

Mit Blick auf die Zukunft der beiden Ehrenmale erinnerte Marek Schurig (CDU) daran, wie das in Leuben gehandhabt wird. Dort hat der Schlossverein im Jahr 2005 die Pflege des Denkmals für die Gefallenen im Ersten Weltkrieg übernommen. Ähnlich, so Schurig, könnte das auch in Oschatz funktionieren.

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