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Oschatz Rumtest trifft Geschmacksnerven der Oschatzer
Region Oschatz Rumtest trifft Geschmacksnerven der Oschatzer
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00:18 07.04.2017
Toni Anders und Joseph Meng (r.) und Toni Andrers probierten den Rum. Links ist Sebastian Wachs zu sehen.
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Oschatz

Die Runde an diesem Abend im Foyer des Thomas-Müntzer-Hauses war nicht groß – doch groß genug, um gemeinsam mit Sebastian Wachs auf eine Entdeckungsreise zu gehen. Eine, bei der sich alles um ein hochprozentiges Getränk drehte, den Rum. Wachs, der auf zwanzig Jahre Berufserfahrung als Barkeeper und Barchef zurückblicken kann, hat im Laufe der Jahre eine große Leidenschaft für prozentige Getränke entwickelt. Er bietet seit einiger Zeit verschiedene Testveranstaltungen gekoppelt mit viel Wissensvermittlung rund um verschiedene Spirituosen auf unterhaltsame Weise an.

Unter den Gästen, es waren ausschließlich Männer, gab sich mancher gleich bei der Einführung und der Verkostung der ersten Sorte als Liebhaber dieser Spirituose zu erkennen. So wie Joseph Meng, der mit seinem künftigen Schwiegervater und Schwager zur Verkostung gekommen war. Mit einer Flasche Rum als Einzugsgeschenk begann bei ihm die Leidenschaft. „Aller zwei bis drei Monate leiste ich mir den Kauf einer guten Flasche Rum. Inzwischen habe ich einige Flaschen bei mir daheim stehen“, sagte der 27-Jährige. Die erste Sorte war „Don Papa“, erzählte er nebenbei, als genau dieser Rum auf dem Testprogramm an diesem Abend stand.

Immer wieder verblüffte Spirituosenexperte Sebastian Wachs an diesem Abend mit seinem Wissen. So mit dem Fakt, dass der Ursprung des prozentigen geschichtsträchtigen Getränks in Südostasien liegt. Durch die Seefahrt und den Handel kam das Getränk erst in die Karibik. Zu 95 Prozent bildet Melasse die Basis für einen Rum. Dieser Stoff wird aus Zuckerrohr gewonnen.

Ein Gemisch von Melasse oder gehäckseltem Zuckerrohr, Zuckerrohrsaft und Wasser ergibt später die Maische. Für eine anschließende Gärung wird die Maische fermentiert und bekommt danach einen Alkoholgehalt von vier bis fünf Prozent. Alles zusammen wird destilliert. Das Destillat hat dann einen Alkoholgehalt von 65 bis 75 Prozent. Die weitere Verarbeitung wie auch die Lagerung im Fass entscheidet dann darüber, welche Duft- und Geschmacksnote das Endprodukt erhält. Beim Austausch nach jeder der sechs Rumproben zeigte sich an den Tischen, dass bei gleichem ausgeschenkten Rum das Geschmacksempfinden unterschiedlich sein kann. „Ich war neugierig, was es für unterschiedliche Rumsorten gibt und hatte mich deshalb für die Veranstaltung angemeldet. Es war wirklich interessant“, zog der Oschatzer Horst Liebig sein ganz persönliches Rum-Abend-Resümee.

Von bärbel schumann

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