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Rund 3600 Besucher kann Kerstin Helbig jährlich in der Stadtbibliothek Mügeln begrüßen

Bildung und Kultur Rund 3600 Besucher kann Kerstin Helbig jährlich in der Stadtbibliothek Mügeln begrüßen

Die Stadtbibliothek in Mügeln hat seit Februar 2016 insgesamt 116 Neuanmeldungen zu verzeichnen. Das freut Kulturmanagerin Kerstin Helbig, die jährlich rund 3600 Besucher begrüßen kann. Leser kommen nicht nur aus Mügeln und Umgebung, sondern auch aus Ostrau und Oschatz. Die Bibliothek erweiterte ihre Öffnungszeiten.

Kerstin Helbig empfiehlt den Lesern hier gefragte Lektüre.

Quelle: Heinz Großnick

Mügeln. Die Stadtbibliothek in Mügeln hat immer mehr Zulauf. Darüber freut sich Mügelns Kulturmanagerin Kerstin Helbig, die seit 1. Februar vergangenen Jahres in der Stadtverwaltung Mügeln arbeitet und auch für die Bibliothek zuständig ist. „Seit dieser Zeit habe ich 116 Neuanmeldungen, doppelt so viele wie ein Jahr zuvor“, freut sich die 37-Jährige.

Rund 90 Prozent der Leser kommen aus Mügeln und den umliegenden Ortsteilen. Aber auch Ostrauer und Oschatzer nehmen die Angebote gern in Anspruch. Rund 3600 Besucher nutzen jährlich die vielfältigen Angebote.

Vor allem Kinder würden die von ihr organisierten Lesungen und Bibliothekseinführungen zu schätzen wissen. „Die Kindergärten und der Hort kommen regelmäßig zum Austausch ihrer Bücherkisten, zur Lesung oder zum Kinobesuch im Ratssaal“, ergänzt sie.

Doch auch bei den Erwachsenen habe es Neuzugänge gegeben, oft infolge eines Zuzuges nach Mügeln. Allerdings habe auch die im vergangenen Jahr dienstags eingeführte längere Öffnungszeit zu einem größeren Zuspruch beigetragen. Gern genutzt von den Erwachsenen würden auch die von ihr gemeinsam mit Eleonore Reichel von der Stadtbibliothek Oschatz angebotenen Lesungen. „Viele stellen dann fest, dass Lesen auch Spaß machen kann.“

Attraktivere Räume

Nicht zuletzt sind die Räume der Bibliothek attraktiver und großzügiger eingerichtet worden. Mehr Platz gibt es jetzt beispielsweise in der Kinderecke, wo es sich nunmehr über 20 Mädchen und Jungen zum Beispiel während der Lesungen bequem machen können. Allein im ersten Halbjahr des Jahres gab es davon bereits 17 Termine. Und seit Juni kann man auch in einer Sofaecke ganz entspannt schmökern. „Das bietet vor allem jungen Müttern die Möglichkeit, sich ein wenig zurückzuziehen“, begründet Kerstin Helbig die Neuerung.

Eine kleine Umräumaktion habe zudem bewirkt, dass jetzt Bibliotheksnutzer auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl direkt bis zum Tresen vorfahren können.

In der Stadtbibliothek stehen etwa 11 000 Medien zur Ausleihe zur Verfügung. Das Angebot reicht von Büchern über CDs und DVDs bis hin zu Zeitschriften. Beliebteste Autoren sind bei erwachsenen Lesern beispielsweise Anne Jacobs (Tuchvilla Trilogie), Nora Roberts (O’ Dwyer Trilogie), Lucinda Riley (Schwestern), Ellen Berg, Dora Heldt und Hera Lind. „Die Männer mögen es eher fantastisch und historisch“, hat die Bibliothekarin festgestellt. Bei ihnen stehen Oliver Ötzsch (Henkerstochterreihe) oder die Fantasieautoren Andrzej Sapkowski (Hexer-Saga) und Sergej Lukianenko (Wächter-Reihe) hoch im Kurs.

Die jüngsten Leser mögen am liebsten die Tagebuch-Varianten wie Gregs Tagebuch und Lotta Leben sowie das magische Baumhaus, die magischen Tiere und den magischen Blumenladen. Bei DVDs werden vor allem neue Kinderfilme nachgefragt.

Wünsche der Leser erfüllen

Während bei den Zeitschriften Wohnen und Garten recht großen Zuspruch finden, habe die Ausleihe von Hör- und Sachbüchern etwas nachgelassen.

„Auf Nachfrage bestelle ich aber auch gern Bücher, die mir die Leser empfehlen oder die sie selbst lesen möchten“, verspricht die Mügelnerin und ergänzt: „Etwas, das sehr aktiv genutzt wird, ist die Zusammenarbeit mit der Kreisergänzungsbibliothek Oschatz. Dort leihe ich mir gern für meine Bibliothek viele Bücher zu bestimmten Themen aus. Ein Renner sind beispielsweise Dekobücher zu den entsprechenden Jahreszeiten.“

Seit dem vergangenen Jahr ist die Bibliothek Partner der Deutschen Zentralbibliothek für Blinde und Sehschwache (DZB). Zweimal im Jahr steht das Blindenmobil zur Beratung vor Ort. Nächster Termin ist im Oktober. Hier können die behinderten Menschen auch Mitglied werden, wobei ihnen an Ort und Stelle bei der Ausfüllung des Antrages geholfen werde.

Von Heinz Großnick

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