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Oschatz Rund 80 Gäste beim Oschatzer Gespräch in der Stadthalle
Region Oschatz Rund 80 Gäste beim Oschatzer Gespräch in der Stadthalle
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00:26 01.04.2018
wird gewünscht: Übergangsticket zwischen MDV und VVO
Oschatz

Kurz und schmerzlos: Das Oschatzer Gespräch ging Mittwoch ohne öffentliche Diskussion über die Bühne und war nach einer Stunde beendet. OAZ gibt einen Überblick der wesentlichen Informationen und Fragen des Abends.

Bad-Umbau: Oberbürgermeister Andreas Kretschmar betonte, dass die geplante Kegelbahn nicht dazu diene, mehr Besucher zu ziehen. Der bedarfsgerechte Umbau erfülle vor allem Bedürfnisse der jüngsten und der ältesten Generation. Der Erhalt als Spaßbad sei nicht möglich, da seit Inbetriebnahme vor fast 20 Jahren sieben weitere Bäder im Umkreis von 50 Kilometern entstanden sind. Er rechnet mit einer Umbauzeit von etwa einem Jahr.

Bildungsstrategie: Nach Investitionen in einen neuen Schulhort und die Härtwig-Oberschule liegt der Fokus auf dem Bau einer Turnhalle am Schulcampus in der Bahnhofstraße. Diese soll auf dem Areal des abgerissenen Roten Vorwerks entstehen. Wann das Projekt angegangen werden kann, ließ Kretschmar offen, sagte aber: „Es gibt einen Bebauungsplan.“ Gründe dafür seien steigende Belastung der Verwaltung durch Bürokratie und die parallele Fokussierung auf den Neubau einer zweizügigen Grundschule samt Hort in Oschatz-West. Der Schulsport sei in der Döllnitztalsporthalle gesichert. Nach dem Bau haben Kinder kurze Wege zum Schulsport.

Bahnhof:
Der Umbau des Empfangsgebäudes zur „modernen Mobilitätszentrale“ ist in vollem Gange. Der aufgenommene Kredit dafür könne durch spätere Mieteinnahmen zurückgezahlt werden. Welche Mieter einziehen, ließ Kretschmar noch offen. „Es gibt Gerüchte, an denen ich mich nicht beteilige.“ Gemeinsam mit dem Landrat mache er sich für ein Übergangsticket für die Bahnlinie Dresden-Leipzig stark. Hintergrund: Oschatz ist der letzte Halt im Mitteldeutschen Verkehrsverbund, danach beginnt in Richtung Dresden der Verkehrsverbund Oberelbe. Folge: Oschatzer kommen wesentlich günstiger nach Leipzig als nach Dresden. Das wolle man ändern.

Radwege:Der Bau des Mulde-Elbe-Radweges hat begonnen, Kretschmar rechnet mit einem Abschluss auf Oschatzer Flur Ende des Jahres 2019. Uta Schmidt regte in diesem Zusammenhang den Ausbau der Bahnhofstraße an. „Sie ist Zubringer für den Bahnhof und für mehrere Radwege“, betonte sie. Sie pochte auf konstruktiven Austausch mit dem zuständigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Eine weitere Radstrecke ist der Döllnitztalradweg von Oschatz über Thalheim und Leuben nach Schlanzschwitz (Stadt Mügeln). Hier seien Abstimmungen mit der Mügelner Verwaltung zum Radverleih, der Döllnitzbahn und dem Abwasserverband Untere Döllnitz nötig, der Kanäle in Altoschatz im Zuge des Wegebaus erneuern möchte.

Stadtsanierung:Die Anpassung der Gestaltungssatzung sei nach 27 Jahren nötig. Dieses Thema biete ein breites Feld für kontroverse Diskussionen. Eine Arbeitsgruppe hat die Idee entwickelt, den Stadtkern in zwei Bereiche zu teilen – einen, der Solaranlagen erlaubt, und einen, wo diese Anlagen verboten bleiben. „Wir wollen die Stadt nicht verschandeln“, betonte Kretschmar.

Schnelles Internet: Die Stadt sei kein Telekommunikationsanbieter und damit nicht für Breitbandausbau verantwortlich. Die Ausschreibung obliege dem Landkreis, die Umsetzung beauftragten Unternehmen. „Die Kommunen finanzieren lediglich die Wirtschaftlichkeitslücke der Unternehmen.“

Grüner Pfeil: Auf Anordnung der Unfallkommission musste die Stadt an mehreren Kreuzungen die Pfeile entfernen. „Gegen diese Anordnung gibt es kein Widerspruchsrecht“, so Kretschmar. Begründet habe die Kommission das mit Unfallhäufungen. Sie wolle beobachten und dann eventuell wieder Pfeile anbringen oder andere Lösungen finden. „Nehmen Sie die Wartezeit gelassen“, riet der OBM. „Drei Minuten stehen ist besser als acht Wochen Krankenhaus nach einem möglichen Unfall.“

Von Christian Kunze

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