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Oschatz Runde Ecke in Oschatz wird für 1,2 Millionen Euro saniert
Region Oschatz Runde Ecke in Oschatz wird für 1,2 Millionen Euro saniert
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10:25 01.11.2016
Wohnstätten-Geschäftsführer Marc Etzold vor dem Eckhaus B 6/ Theodor-Körner-Straße.  Quelle: Dirk Hunger
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Oschatz

 Fährt man vom Dresdener Berg aus in die Innenstadt, dann kommt nach der Döllnitzbrücke und den Kleinbahngleisen ein markanter, sich um die Straßenecke ziehender Wohnblock in Sicht. Das in die Jahre gekommene Gebäude ist derzeit eine Baustelle. Die runde Ecke wandelt ihr Gesicht.

„Im Zuge der Komplettsanierung bauen wir die Dachgeschosswohnungen zurück“ erläutert Marc Etzold, Geschäftsführer der Oschatzer Wohnstätten. Während die Gauben bereits verschwunden sind, ist die Fassade noch eingerüstet. Das Haus erhält derzeit einen umfassenden Vollwärmeschutz – von den Kellerdecken über die Außenwände bis hin zu den Decken der oberen Geschosse.

Bei der Sanierung des 1984 errichteten Wohnhauses komme es nach Ansicht des Wohnstätten-Geschäftsführers darauf an, mehrere Aspekte unter einen Hut zu bringen. „Es gibt hier einerseits einen Bedarf an barrierefreien Wohnungen. Gleichzeitig müssen wir bezahlbare Mieten im Blick behalten“, erläutert Marc Etzold. Deshalb habe man sich darauf beschränkt, die Wohnungen im Erdgeschoss barrierefrei zu gestalten und über eine Rampe zu erschließen. „Im Vergleich zu einem Aufzug, mit dem auch die Obergeschosse zu erreichen wären, ist die Rampe als Investition und in den Betriebskosten wesentlich günstiger“, betont der Geschäftsführer. Gleichzeitig schirme sie das Haus zumindest teilweise vom Verkehrslärm auf der B 6 ab.

„Wir bauen die Drei-Raum-Wohnungen im Erdgeschoss zu Zwei-Raum-Wohngen um. Aus dem ehemaligen Kinderzimmern werden barrierefreie Bäder“, erläutert Etzold die Änderungen am Grundriss. Dort, wo sich früher die Bäder befanden, entstünden die neuen, schwellenfreien Zugänge vom Treppenhaus in die Wohnungen. Die Zuschnitte der Wohnungen in den Obergeschossen und an der Theodor-Körner-Straße würden unverändert bleiben. Dass man bei den Wohnstätten mit dem Anbieten von barrierefreiem Wohnraum richtig lag, lässt sich daran ablesen, dass diese sieben Wohnungen bereits vermietet sind.

Zur Komplettsanierung des Hauses gehöre auch, die Wohnungen zeitgemäß auszustatten. Das umfasse unter anderem die Erneuerung der Elektrik und der Fenster sowie die Sanierung der Ver- und Entsorgungsstränge. Heizkörper wurden nur dort ausgetauscht, wo es erforderlich war. „Alle Wohnungen erhalten einen neuen Bodenbelag. In den barrierefreien Wohnungen sind das Fliesen, um den höheren Belastungen durch Rollstühle stand zu halten. Alle anderen Wohnungen erhalten PC-Böden in Laminat-Optik“, erläutert Etzold. Diese Arbeiten seien so abgewickelt worden, dass Eingang für Eingang saniert wurde. Die meisten Mieter, die das gewollt hätten, seien in der Zwischenzeit in anderen Wohnungen des Hauses untergebracht worden.

Bei der 2015 begonnenen Sanierung der "Runden Ecke" laufe derzeit der zweite Bauabschnitt. „Neben dem Wärmeschutz steht in diesem Jahr die Balkonsanierung auf dem Programm“, erläutert der Wohnstätten-Geschäftsführer. Dabei würden die Balkone neue Brüstungen erhalten. Die Holzoptik bleibe erhalte, jedoch komme Holz nicht wieder als Baumaterial zum Einsatz, sondern Kunststoff. Die Plattenkonstruktion, die die Balkone trage, sei in Ordnung. Lediglich die Fußböden würden erneuert.

„Insgesamt investieren wir 1,2 Millionen Euro in diese Maßnahme“, sagt Etzold. Damit gehöre diese Sanierung zu den größten Einzelmaßnahmen der Oschatzer Wohnstätten in 2015/2016. Das Gebäude gehöre dauerhaft in den Bestand der Wohnstätten, auch deshalb, weil es das Straßenbild präge und die dahinterliegende Bebauung von der B 6 abschirme. Insgesamt seien an der Sanierung bisher 15 Firmen beteiligt. „Wir legen großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit Firmen aus der Region und freuen uns darüber, dass viele Aufträge hier geblieben sind, obwohl aufgrund des Volumens öffentlich ausgeschrieben werden musste“, betont Marc Etzold.

Von Axel Kaminski

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