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Oschatz Rutsche und Sole-Becken vor dem Aus
Region Oschatz Rutsche und Sole-Becken vor dem Aus
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16:20 06.10.2014
Stehen auf der Streichliste: die Rutschen-Anlage mit Turm und das Sole-Becken im Erlebnisbad Platsch. Quelle: Dirk Hunger

Zu den jährlichen Verlusten von rund 880 000 Euro werden sich ab nächstem Jahr weitere 130 000 Euro addieren. Darüber informierte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) die Mitglieder des Hauptausschusses in der jüngsten Sitzung hinter geschlossenen Türen.

"Das hängt mit steuerlichen Änderungen und einer Lohnstruktur-Änderung im Zusammenhang mit der Einführung des Mindestlohnes zusammen", sagte Kretschmar nach der Sitzung gegenüber der OAZ. Um den finanziellen Kollaps des Bades zu verhindern, müssen Betriebskosten gespart werden. Dem Rotstift sollen die Rutschen-Anlage und das Sole-Becken im Freien zum Opfer fallen. Oberbürgermeister (OBM) Kretschmar: "Das sind zwei kostenintensive Posten." Spezialisten haben ausgerechnet, dass durch das Abschalten der Rutschen 45 000 Euro und das Trockenlegen des Sole-Beckens 70 000 Euro eingespart werden könnten.

"Wir rennen den Kostensteigerungen hinterher, so schmerzlich das auch ist. Unser Ziel bleibt dennoch, in unserem Bad die Grundversorgung zu gewährleisten. So schmerzlich das auch ist: Für alles andere haben wir kein Geld und sind als Stadt auch zu klein", so der OBM. Die Angebote, die den Oschatzern wichtig seien und auch genutzt würden, blieben bestehen. "Die Saunen, das Schwimmen und die Kurse greifen wir nicht an. Und wir verzichten auf ein Erhöhen der Eintrittspreise", versichert Kretschmar.

Nach seinen Angaben hat der Aufsichtsrat der Oschatzer Freizeitstätten GmbH als Betreiber des Platsch-Bades das Abschalten von Rutsche und Außenbecken bereits abgesegnet. Auch mit dem Beirat des Bades habe er gesprochen. Das letzte Wort hat der Stadtrat, der in seiner nächsten Sitzung am 14. Oktober darüber abstimmen wird.

Bereits im Februar dieses Jahres hatten die Stadträte eine Art Ultimatum für das Erlebnisbad beschlossen. Innerhalb von drei Jahren sollen die Besucherzahlen so gesteigert werden, dass sich das jährliche Minus um eine halbe Million Euro verringert. Bis dahin hilft die Oschatzer Wohnstätten GmbH aus der Bredouille. Die städtische Wohnungsgesellschaft hat 49 Prozent der Gesellschafteranteile des Badbetreibers Freizeitstätten GmbH gekauft und trägt im Gegenzug knapp die Hälfte des jährlichen Defizites (wir berichteten). Spätestens zur Jahresmitte 2017 endet das Ultimatum. Dann muss die Stadt ihre Anteile wieder von der Wohnstätten GmbH zurück kaufen.

Falls der Rettungsplan für das Platsch-Bad nicht aufgehen sollte, ist eine komplette Schließung der Freizeiteinrichtungen nicht ausgeschlossen. Diese Option haben sich die Stadträte ausdrücklich offen gehalten, als sie im Februar dem Ultimatum für drei Jahre zugestimmt hatten. © Kommentar

Frank Hörügel

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