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SG Oschatz/Riesa muss Leistung deutlich steigern

SG Oschatz/Riesa muss Leistung deutlich steigern

MSV/Sportfreunde 01 Dresden 24:17 (10:10). Die Verbandsliga-Handballerinnen der SG Oschatz/Riesa setzten sich gegen den Tabellenletzten MSV/Sportfreunde 01 Dresden mit 24:17 durch.

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Claudia Hofmann setzt sich am gegnerischen Kreis durch.

Quelle: G. Schlechte

SG Oschatz/Riesa. Dabei mussten die Gastgeberinnen neben der Langzeitverletzten Sandra Zintl auch auf ihre beiden etatmäßigen Spielmacherinnen Francie Hirth und Kristin Schmidt verzichten. Somit standen Trainer Daniel Reddiger nur zehn Spielerinnen zur Verfügung. Das waren immer noch zwei mehr als beim Gegner aus Dresden. Dort saßen lediglich acht Spielerinnen auf der Bank.

 

Die Dresdenerinnen hatten aufgrund ihrer Tabellensituation nichts zu verlieren und spielten frei auf. Im Gegensatz dazu die Oschatz/Riesaerinnen, die sich in einer Formkrise befinden. So erzielten die Gäste auch den ersten Treffer und schafften beim Stand von 4:6 sogar, mit zwei Toren in Führung zu gehen. Die Zuschauer dürften sich zu diesem Zeitpunkt verwundert die Augen gerieben haben, denn von den elf Plätzen, die in der Tabelle zwischen den beiden Kontrahenten lagen, war nicht viel zu erkennen. Der Tabellenführer spielte mit wenig Ruhe, ohne die nötige Struktur und Ordnung im Angriff und ließ dadurch die Gäste ins Spiel kommen. Zwar glichen die SG-Spielerinnen umgehend aus und legten von da an selbst immer wieder vor, konnten sich aber nicht absetzen. So konnte Dresden mit dem Pausenpfiff durch einen verwandelten Strafwurf erneut ausgleichen - und es ging mit 10:10 in die Halbzeitpause.

 

Sollte man doch tatsächlich gegen den Tabellenletzten den ersten Punkt abgeben? Ob es diese Frage oder die mehr als deutliche Ansprache des SG-Trainers waren, die das Team zum Aufwachen brachte, sei dahin gestellt. Mit Beginn des zweiten Durchgangs zeigten die Gastgeberinnen ein anderes Gesicht. Jede Spielerin legte eine Schippe drauf und kämpfte nun für die andere mit. Mit vier Toren in Folge setzte sich die Mannschaft schnell auf 14:10 ab. Zwar klappte auch jetzt noch nicht alles reibungslos, aber die Mädchen nahmen den Kampf an und konnten sich einige gute Gelegenheiten erarbeiten. Bis zum Ende der Begegnung gelang es den Gastgeberinnen, einen Sieben-Tore-Vorsprung herauszuwerfen. Somit konnten sie die Dresdenerinnen beim Endstand von 24:17 noch klar auf Abstand halten.

 

Die SG-Mannschaft muss jetzt schnell den Kopf frei bekommen und zu alter Stärke zurück finden. Am nächsten Sonntag kommt der aktuelle Tabellendritte Radeberger SV mit viel Selbstvertrauen in die Riesaer WM-Halle. Um gegen diesen starken Gegner zu bestehen, ist eine deutliche Leistungssteigerung notwendig, um die weiße Weste in der Tabelle weiter zu behalten.

 

Oschatz/Riesa: Anna Schneese; Susanne Iwan (2), Lisa Krille (2), Melanie Löschke (8/2), Claudia Hofmann (1), Sandra Liebe (2), Anne Rillich (2), Maria Loose, Julia Funke (3), Lena Bormann (4). Melanie Löschke

Melanie Löschke

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