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Oschatz SHV-Frauen gegen Magdeburg: Kein schönes Spiel, aber Sieger
Region Oschatz SHV-Frauen gegen Magdeburg: Kein schönes Spiel, aber Sieger
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08:18 27.02.2012
Ivana Vujica (Nr. 22) zeigt wie im Hinspiel in Oschatz auch in Magdeburg ihre Angriffslust im SHV-Team. Diesmal muss sie jedoch nach drei Zeitstrafen komplett vom Feld. Ihre Mitspielerinnen halten den Sieg aber fest. Quelle: Dirk Hunger
SpG Magdeburg/Barleben

Von Kerstin Staffe

Mit einem neidischen Auge bestaunten die Gäste aus Sachsen die Mittellandhalle in Barleben. So ein Schmuckkästchen hätte vermutlich jede Mannschaft gern als Austragungsstätte ihrer Punktspiele. In einer solchen Halle müssen auch Erfolge her, dachte sich die Delor-Sieben und war gewillt, ihre Erfolgsgeschichte weiter zu schreiben.

Am Ende waren wohl alle Beteiligten froh, als der Schlusspfiff ertönte. Die Gastgeberinnen erschöpft und traurig, weil ihr aufopferungsvoller Kampf nicht belohnt wurde, die Gäste, weil sie froh über die zwei Punkte auf der Habenseite waren. Leicht war das diesmal nicht. Beide Teams waren schon entsprechend motiviert, aber ein schönes Spiel kam dennoch nicht zu Stande.

Zahllose Zeitstrafen auf beiden Seiten unterbrachen immer wieder den Spielfluss, was der Attraktivität des Spiels natürlich nicht besonders zuträglich war. Die Gäste hatten die Chance, durch zwei Gegenstoßtore in Führung zu gehen, aber erst stand Ivana Vujica der Pfosten im Weg und anschließend traf Franziska Staffe nur die Latte. Statt dessen traf Magdeburg in der dritten Minute zum 1:0.

Doch die SHV-Spielerinnen verbesserten jetzt die Feinjustierung im Abschluss und so folgte dem Ausgleich durch Vujica gleich noch der Führungstreffer durch Anja Heine. Aber die junge Magdeburger Truppe wollte sich offensichtlich nicht noch einmal so vorführen lassen wie in Oschatz. Erste Maßnahme dazu war der Versuch, Carmen Schneider aus dem Spiel zu nehmen. Das gab jedoch Platz für die Anderen und so konnte unter anderem Anja Heine sich immer wieder über entsprechende Zuspiele auf die Außenposition freuen. Sechsmal blieb sie Siegerin im Duell gegen die Torfrau der Bandits.

Bis zur Pause gab es keine Vorentscheidung, was die Tore anbetraf. In Sachen Zeitstrafen musste Jana Delor schon reagieren, denn Ivana Vujica war bereits zweimal auf der Bank. So wechselten der SHV mit Staffe und Vujica zwischen Abwehr und Angriff.

In der Anfangsphase der zweiten Hälfte gelang den Oschatzerinnen erstmals eine drei Tore Führung zum 14:17/35. Minute Carmen Schneider legte zum 14:15 per Siebenmeter vor, Doreen Wiersma erhöhte zum 14:16 und bediente gleich anschließend Franziska Staffe mit einem mustergültigen Pass und die sorgte für das 14:17.

Doch wie gewonnen, so zerronnen. Wenig später gelang den Bandits schon wieder der Ausgleich zum 18:18. Dieses Spielchen wiederholte sich beim 18:21 noch einmal. Der Treffer zum 20:21 in der 49. Minute für die Gastgeber hatte Folgen für den SHV, denn Ivana Vujica sah ihre dritte Zeitstrafe und musste damit komplett vom Feld. Die Aufregung war greifbar, aber die Entscheidung stand. So blieb den Gästen nichts weiter übrig, als noch ein Stück enger zusammenzurücken und die Punkte in der Schlussphase festzuhalten.

Zunächst setzten sich Natzschka, Schneider und Müller durch. Dann folgten noch einmal torlose Minuten auf beiden Seiten, bevor die Gastgeber erneut von der Außenposition mit einem Heber erfolgreich zum 22:24 einwarfen. Auf Oschatzer Seite entpuppte sich mal wieder Maria Häußler als Joker und die Fans atmeten hörbar auf, als sie zwei Minuten vor Schluss zum 22:25 traf. "Das war kein besonders schönes Spiel, wir tun uns leider immer sehr schwer, wenn wir als Favorit ins Rennen gehen. Das ist ein Punkt, an dem wir unbedingt weiter arbeiten müssen", resümierte SHV-Trainerin Jana Delor.

SHV Oschatz: Eichhorn, Miersch; Heine (6), Schneider (7/4), Vujica (3), Staffe (1), Häußler (4), Ludwig, Wiersma (2), Natzschka (2), Müller (1).

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