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Oschatz SHV Oschatz II verlor erhobenen Hauptes
Region Oschatz SHV Oschatz II verlor erhobenen Hauptes
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18:05 18.12.2012

Angesicht dieser scheinbaren Übermacht wurde dem Team angetragen, vor allem Spaß am Spiel zu haben und mannschaftliche Geschlossenheit zu zeigen.

Markranstädt legte sofort vor und Oschatz musste aufpassen, den Anschluss nicht zu verlieren. Das gelang den Döllnitzstädtern. Zwar gab es während der gesamten Partie keine Führung, aber in mehreren Situationen konnte der Anschluss oder sogar der Ausgleich erzielt werden. Die Heimsieben spielte keinen überragenden Handball, aber die Oschatzer Mannschaft bekam die Spielführerin mit der Nummer zehn nie richtig unter Kontrolle. Immer wieder gelangen ihr sehenswerte Treffer, bei denen sowohl die SHV-Abwehr, als auch die Torhüterin oft das Nachsehen hatten. Aber auch die SHV-Sieben wusste ihre Akzente zu setzen. Neben Anke Friedrich mit ihrem bekanntem Zug zum Tor war es diesmal Daniela Plockstieß, die die Zähne zusammenbiss und sich am Kreis immer wieder gekonnt in Szene setzte.

Nach zwanzig Minuten fiel zu allem Übel Julia Hessel verletzungsbedingt aus. Sie war von zwei Markranstädterinnen in die Zange genommen worden, so dass sie die Kontrolle verlor und ungebremst mit dem Gesicht auf den Hallenboden krachte. Die beiden Unparteiischen entschieden auf Stürmerfoul gegen die Oschatzerin. Ein Unding! Eine Platzwunde tat sich auf und der Rettungsdienst kam zum Einsatz. In der Helios-Klinik Schkeuditz wurde die Wunde später fachmännisch geschlossen. Die Oschatzer Vertretung stand nun in den restlichen 40 Minuten mit nur sieben Spielerinnen auf der Platte. Wunder waren da nicht mehr zu erwarten.

Für SHV II nicht mehr möglich

In der Halbzeitpause wurde dem Team für den weiteren Spielverlauf auf den Weg gegeben, sich nicht beirren zu lassen, die Partie zu beruhigen und trotz aller Ereignisse weiter Spaß am Handball zu zeigen. Die Mannschaft hatte die Signale verstanden und begann die zweite Spielhälfte couragiert. Nach dem 15:12-Halbzeitstand konnte nach nur vier Minuten der zweiten Halbzeit ein 16:16-Ausgleich errungen werden. Da hatte der SC-Trainer genug gesehen und rief seine Vertretung an die Seitenlinie. Diese taktische Auszeit war gut gewählt und offensichtlich konnte der Trainer die richtigen Worte finden. Er stellte seine Sieben etwas um und motivierte sie neu. Mit einem 6:0-Lauf konnte das Team im Anschluss an die Auszeit auf 22:16 enteilen. Erst dann wurden auch auf Oschatzer Seite wieder Tore erzielt, aber der Vorsprung konnte nicht mehr aufgeholt werden. Einige Male konnte die SHV-Sieben noch auf einen Zwei-Tore-Abstand verkürzen, aber mehr war einfach nicht drin.

Am Ende war es wohl auch eine Frage der Kraftreserven. Das war bei der personellen Situation nachvollziehbar. Geschlagen, aber erhobenen Hauptes konnte die Mannschaft die Spielfläche verlassen. Sie hat sich sehr achtbar geschlagen. Dafür noch einmal der Dank des Trainerteams.

Oschatz: Melde; Fiddecke, Friedrich (9/1), Hessel (1), Kühne (3/1), Lehmann (4), Lindner (2), Plockstieß (9/2).

Jens Fiddecke

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