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SHV Oschatz: Maria Häußler übernimmt in der zweiten Halbzeit Verantwortung

SHV Oschatz: Maria Häußler übernimmt in der zweiten Halbzeit Verantwortung

Es war nicht gerade eine Galavorstellung der SHV-Frauen, aber zwei weitere wichtige Punkte konnten mit dem 28:24-Sieg (16:9) eingefahren werden.

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Luise Ganske (Nr. 15) fliegt zum Torwurf in den Kreis der Hildesheimer Mannschaft. Neben zwei Feldtreffern verwandelt sie noch vier Strafwürfe erfolgreich für die SHV-Sieben. Die Oschatzerinnen Maria Häußler (Nr. 10) und Franziska Staffe (Nr. 3) beobachten mit den gegnerischen Spielerinnen gespannt die Situation.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Von Nicole Natzschka

 

 

 

Die SHV-Frauen erwischten einen Start nach Maß. Ihnen gelang es immer wieder, aus einer konzentriert arbeitenden offensiven Deckung Bälle zu erkämpfen oder technische Fehler der Gäste zu provozieren. Mit schnellen Ballstafetten nach vorn, meist von Ivana Vujica eingeleitet, konnten leichte Treffer gegen die noch nicht richtig formierte Abwehr der Hildesheimer erzielt werden. Vor allem Franziska Staffe am Kreis stand mehrmals goldrichtig und konnte nach Zuspiel von Maria Häußler einnetzen. Auch eine entschlossene Doreen Wiersma, die für die verletzte Carmen Schneider spielte, traf in dieser Phase wiederholt sowohl per Konter als auch aus dem Rückraum. Eine 6:1-Führung in der 8. Minute war das Resultat dieser wachen Anfangsphase. Katrin Miersch im Tor verhinderte bis zur 10. Minute mit tollen Paraden den zweiten Gästetreffer und brachte die bis dahin einzig auffällige Rückraumspielerin der Gäste fast zur Verzweiflung. Beim vermeintlich vorentscheidenden 11:3 (20. Minute) kamen dann plötzlich Angriff und Abwehr der Oschatzer merklich zum Stocken. Überhastete Abschlüsse und eine nachlässige Deckungsarbeit verhinderten ein weiteres Ausbauen des Vorsprungs, so dass es mit einem Halbzeitstand von 16:9 in die Pause ging.

Trotz des Aufrufs der Trainerin Jana Delor zu mehr Konzentration im Spiel sahen die Zuschauer eine durchwachsene zweite Hälfte. Die Abwehr kam häufig einen Schritt zu spät oder der erkämpfte Ball landete wieder unglücklich beim Gegner. Torarme Minuten waren die Folge. Auf beiden Seiten dominierten nun Einzelaktionen die Partie und es gelang keinem Team den roten Faden zum eigenen Spiel zu finden. Im Angriff der Heimsieben fehlte die letzte Entschlossenheit, mit der es sonst Carmen Schneider vermag, ihre Nebenfrauen mitzureißen.

Maria Häußler war es dann, die in dieser Phase Verantwortung übernahm und mit viel Einsatz mehrere Würfe im gegnerischen Tor versenkte. Auch die eingewechselte Stefanie Böhm konnte die Torhüterin ausgucken und sich in die Torschützenliste eintragen. So wurde der Sieben-Tore-Vorsprung aus der ersten Hälfte weiter verwaltet. Leichte Ballverluste und einige technische Fehler erlaubten dann den Gegnern, doch noch etwas Ergebniskosmetik zu betreiben und der SHV-Anhang war froh, als beim 28:24 der Schlusspfiff ertönte. Verhaltene Freude über den Sieg und ein bisschen Ratlosigkeit über die erbrachte Leistung war den Oschatzern deutlich anzusehen.

Auch Trainerin Jana Delor fand kurz nach der Begegnung noch keine Erklärung für das Auftreten der Mannschaft. "Natürlich war heute ein Ziel, alle Akteure einzusetzen und das viele Wechseln bringt natürlich etwas Unruhe ins Spiel", versuchte sie die Mannschaft in Schutz zu nehmen. "Aber das entschuldigt nicht die katastrophale zweite Halbzeit", so die Trainerin weiter. Da kommt es ihr und den Spielern gerade recht, dass das kommende Wochenende spielfrei bleibt und neue Kraft und Konzentration für die verbleibenden Rückrunden-Partien gesammelt werden können.

Oschatz: Miersch, Eichhorn; Wiersma (3), Böhm (1), Vujica (4), Ludwig, Natzschka (1), Müller, Häußler (7), Staffe (4), Heine (2), Ganske (6/4), Schneider.

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