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SHV Oschatz siegreich im Adventskrimi

SHV Oschatz siegreich im Adventskrimi

Das war wieder nichts für schwache Nerven, der Puls beschleunigte sich mit der Spieldauer immer mehr. Dennoch konnte sich SHV-Trainerin Jana Delor in der Talkrunde nach dem Spiel ein Lächeln nicht verkneifen, als der Hallensprecher überrascht feststellte, dass man die Aufsteiger aus dem Osten so gar nicht kenne.

Melsungen/Oschatz .

 

 

 

 

Die Oschatzerinnen konnten es selbst kaum fassen und zufrieden war das SHV-Lager auch nur mit dem Ergebnis. Das allerdings war schon verdient, wenn auch knapp. Den besseren Start legten die Gastgeber hin und gingen mit 2:0 in Führung. Der SHV leistete sich in der Anfangsphase ein paar Fehler und erzielte erst in der vierten Minute durch Carmen Schneider den Anschlusstreffer. Die Delor-Sieben ging gehandicapt in diese Partie. Gleich beide etatmäßigen Kreisspieler, Wiersma und Staffe, waren gesundheitlich angeschlagen. So begann Ivana Vujica am Kreis. Gegen Ende der ersten Hälfte nahm Wiersma dann die Kreisposition ein. Nach dem 3:3-Ausgleich durch Maria Ludwig gelang es den Gastgebern durch Fehlwürfe der SHV-Angreifer, sich erneut mit drei Toren abzusetzen. Beim 7:3 (12. Minute) fragten sich schon besorgt die mitgereisten Fans, wo die Abwehr des SHV war. Doch auch die Gastgeber blieben nicht fehlerfrei und so boten sich in der Folge einige Konterchancen, die von Maria Ludwig und Anja Heine genutzt wurden, um den 8:7-Anschluss herzustellen. Bis zur Pause blieb die Partie sehr ausgeglichen. Luise Ganske hat ihre Aufgabe, den Entfaltungsspielraum von Kirchhofs bester Werferin Jana Pollmer einzuschränken, toll erfüllt. Die erfolgsgewohnte Rückraumspielerin zeigte zumindest Nerven. Die hatte Luise Ganske am Punkt im Griff und überwand die gut aufgelegte Gästetorhüterin mit einem frechen Heber zur Oschatzer Pausenführung.

Es blieb auch nach dem Seitenwechsel spannend. Jana Delor und auch die Oschatzer Fans mochten sich förmlich die Haare raufen, so viele Fehlabspiele und Fehlwürfe mussten sie mit ansehen. Das veranlasste die SHV-Trainerin dann auch zu der Bemerkung: "Wir sind natürlich happy über den Sieg, aber wie er zu Stande gekommen ist, stellt mich nicht zufrieden. Das kann meine Mannschaft besser." So konnten die Gastgeber die eigene Unterzahlsituation nutzen, um mit 17:16 (38.) wieder die Führung zu übernehmen. Doch der SHV glich postwendend aus. Die Begegnung blieb weiter sehr eng. Eigene Ballverluste kom-pensierte man inzwischen mit verstärkter Defensivarbeit und eroberte so wiederholt das Streitobjekt vorzeitig. Anja Heine war eine dankbare und vor allem schnelle Abnehmerin, wodurch der SHV in der 51. Minute erstmals mit drei Toren vorn lag (20:23). Doch selbst als kurz darauf Wiersma den 24. Treffer markierte, war die Partie noch lange nicht entschieden. Trainer Mike Fuhrig beorderte seine Frauen noch einmal an die Außenlinie, jedoch der folgende Angriff wurde erneut mit einem Stürmerfoul fortgesetzt. Diesmal wollten sich die Oschatzerinnen in der Schlussphase nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen und so ließ die Konzentration weder im Angriff noch in der Deckung nach. Zwar konnten die Gastgeber mit dem Schlusspfiff und einem Siebenmeter noch eine Ergebniskorrektur erreichen, aber die Punkte legten sich die Gäste aus Sachsen selbst unter den Weihnachtsbaum.

Der Jubel war entsprechend groß, auch weil man das so nicht unbedingt erwarten durfte. Dass die gemeinsame Heimfahrt mit den Fans zunächst entsprechend entspannt ausfiel, bedarf keiner Frage. Doch mit zunehmender Dauer machten sich die Anstrengungen des Spiels bemerkbar und es wurde immer stiller im Bus, der von Lars Bertelmann wie immer sicher und zügig durch die Nacht in Richtung Oschatz gelenkt wurde. Ihm gilt immer wieder der besondere Dank, denn schließlich setzt er seine Freizeit für die Handballfahrten ein.

Oschatz: Miersch, Eichhorn; Ludwig (3), Schneider (6), Vujica (2), Ganske (3/1), Häußler, Müller (1), Wiersma (3), Heine (5), Böhm (1), Natzschka (2).

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