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SHV Oschatz verspielt einen Punkt

SHV Oschatz verspielt einen Punkt

Zu viele Nebensächlichkeiten scheinen die SHV-Spielerinnen derzeit zu beschäftigen, zu wenig mannschaftliche Geschlossenheit ist momentan durchweg zu erkennen.

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Maria Ludwig setzt von rechts Außen zum Wurf gegen Buxtehude an. Nach einer hervorragenden ersten Halbzeit verstehen es die SHV-Spielerinnen um Carmen Schneider, Ivana Vujica und Doreen Wiersma (gelb/schwarze Trikots, v.r.) nicht, den Sieg nach Hause zu bringen.

Quelle: DH

Oschatz . 45 Minuten hat alles wunderbar funktioniert: Der SHV ging mit 1:0 in Führung und gab sie nicht mehr her. Mitte der ersten Hälfte gelang beim 10:7 erstmalig eine Drei-Tore-Führung. Die Gäste nahmen ihre erste Auszeit und konnten den Anschluss herstellen. Nach dem 11:9 durch Maria Ludwig schlug dann Carmen Schneider dreimal in Folge bis zum 14:11 (24. Minute) zu. Anschließend fasste Kristin Ackermann Mut, schraubte sich nach oben und traf ganz sicher zum 15:11. Der SHV spielte sich in der Schlussphase der ersten Hälfte fast in einen Rausch, jeder Wurf ein Treffer und am Ende ein Acht-Tore-Vorsprung. Bei der Erfahrung der Heimsieben ein durchaus beruhigendes Halbzeitergebnis, dachten sich auch die Zuschauer auf den Rängen der Rosentalsporthalle.

Die zweite Spielhälfte begann auf Oschatzer Seite zunächst mit zwei neuen Spielerinnen. Stefanie Böhm kam auf der Außenposition ins Spiel und Nicole Wirsik ersetzte Kristin Ackermann auf der Halbposition. Für die Gäste gab es nur ein alles oder nichts. Sie versuchten alles, um sich Torchancen zu erarbeiten. In der 34. Minute eine Schrecksekunde für den SHV - Doreen Wiersma verletzte sich und musste vom Feld. Für sie kam Julia Hessel an den Kreis, hatte aber dort einen mehr als schweren Stand. Bis zum 22:14 (35.) blieb alles wie gehabt. Dann gab es bei den Oschatzerinnen eine Reihe von Fehlern, Stürmerfouls, Lattentreffer. Buxtehude nutzte die Gunst der Stunde im Umkehrspiel schnell nach vorn zu kommen und holte erst einmal drei Treffer bis zum 22:16 auf. Profitieren konnten die Gäste dabei von der Tatsache, dass es den Oschatzerinnen nicht gelang, sich ebenso schnell zurück zu orientieren und den Abwehrverbund zu organisieren. Beim Spielstand von 27:20, Mitte der zweiten Hälfte, sah alles noch immer nach einem klaren SHV-Sieg aus. Aber ein Spiel ist eben erst nach 60 Minuten zu Ende. Unerklärlich, was dann zwischen der 46. und 54. Minute geschah. Der Spielfaden beim SHV war komplett gerissen und die Gäste hatten einen 0:7-Lauf. Acht Minuten nur Fehlversuche auf Seiten der Delor-Sieben, der zum Teil auch der notwendige Druck hinterm Ball ganz einfach fehlte. Die Gäste jedenfalls kämpften bis zum Umfallen um jeden Treffer, während der SHV nach den Fehlversuchen immer unsicherer wurde. So gelang Buxtehude in der 54. Minute der Anschlusstreffer zum 27:26. Noch einmal konnten die Gastgeber zwei Tore heraus zu werfen. Das anschließende Auszeit der Gäste führte noch nicht zum gewünschten Erfolg, aber die SHV-Spielerinnen machten es nicht besser und scheiterten in der Schlussphase, egal von welcher Position, an der guten Torfrau der Gäste. So kam was kommen musste: in der letzten Minute fiel der Ausgleich für Buxtehude vom Sieben-Meter-Punkt.

Gemessen am Vorjahr ist in den Punkten dennoch ein Fortschritt zu erkennen. In ihrer ersten Drittligasaison schlugen zum selben Zeitpunkt schon 0:4-Punkte zu Buche. Jetzt lautet der Punktestand schon mal 1:3 und an einer Verbesserung wird ganz sicher weitergearbeitet. Deshalb also jetzt volle Konzentration auf Training und Punktspiele und Nebensächlichkeiten das sein lassen, was sie sind: nebensächlich.

Oschatz: Miersch, Eichhorn; Ganske (1), Schneider (12/1), Vujica, (8/1), Wiersma (2), Ackermann (1), Ludwig (2), Heine (1), Böhm (1), Wirsik, Hessel, Staffe.

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Oschatz in Zahlen

Bundesland: Sachsen

Landkreis: Nordsachsen

Fläche: 55,44km²

Einwohner: 14.734 Einwohner (Dezember 2015)

Bevölkerungsdichte: 266 Einwohner/km²

Postleitzahl: 04758

Ortsvorwahlen: 03435

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