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Oschatz SHV Oschatz verspielt fahrlässig Fünf-Tore-Führung
Region Oschatz SHV Oschatz verspielt fahrlässig Fünf-Tore-Führung
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17:44 21.11.2011
Die Oschatzer Spielmacherin und Top-Torschützin Carmen Schneider, hier gegen Pirna/Heidenau mit Ball, bekommt Sekunden vor dem Schlusspfiff in Burgdorf von den Schiedsrichtern die rote Karte gezeigt. Quelle: Dirk Hunger

Nach dem Seitenwechsel lief das Angriffsspiel des SHV besser, endlich kamen auch die notwendigen Treffer aus der zweiten Reihe. Es dauerte jedoch noch immer zu lange, bis sich die Abwehrreihe wieder formiert hatte. Trotzdem behauptete der SHV eine knappe Führung über die gesamte zweite Spielhälfte. Sechs Minuten vor dem Ende hatten sich die Delor-Schützlinge doch einen durchaus komfortablen Fünf-Tore-Vorsprung erspielt. Doch die Gastgeber kämpften bis zum Schluss mit allen Mittel, die aber sehr unterschiedlich beurteilt wurden. So gab es statt Freiwurf oder gar Strafwurf für den SHV meist Abwurf für die Gastgeber. Während die Gäste noch den Kopf schüttelten oder schlimmer, noch diskutierten, hatten sich die Burgdorferinnen schon auf den Weg zum Tempogegenstoß gemacht. Sie holten Tor um Tor auf, bis eben zum 36:37.

Knapp 30 Sekunden waren noch zu spielen. Jana Delor nahm nun selbst noch einmal eine Auszeit, um den vermeintlich letzten Angriff zu besprechen. Die Gastgeber gingen zur Manndeckung über, Nicole Natzschka gelangte trotzdem einwurfbereit an den Kreis. Dort zog sie gleich drei Gegenspielerinnen auf sich und wurde rüde umgerissen. Das ist im Spielvideo deutlich zu sehen, welches noch vor Ort dankenswerterweise gemeinsam mit den Technikverantwortlichen angesehen wurde. Zum Entsetzen des Oschatzer Anhangs, aber vor allem der Spielerinnen blieb der Pfiff der Unparteiischen erneut aus und Burgdorf startete zum Konter. Einzig Carmen Schneider löste sich aus der allgemeinen Erstarrung und lief mit der ballführenden Spielerin zurück, stellte den Körper davor und hob für alle deutlich sichtbar die Arme in die Höhe. Während Nicole Natzschka noch immer am Boden lag und sich den schmerzenden Arm hielt, gab es für Carmen Schneider eine rote Karte. Den dazu verhängten Siebenmeter verwandelten die Gastgeber zum Unentschieden und damit zum ersten Punkt in Liga drei. In den verbleibenden sieben Sekunden konnte der SHV den Ball nicht mehr im Gehäuse unterbringen. Diese Punkteteilung haben sich die Oschatzer selbst "erarbeitet", wer so fahrlässig eine Fünf-Tore-Führung verspielt, muss am Ende froh über einen Punkt sein.

Oschatz: Eichhorn; Ludwig (3), Schneider (11), Ganske (7/4), Staffe, Häußler (4), Müller (2), Wiersma (1), Vujica (3), Natzschka (3), Heine (2), Böhm (1).

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