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SHV-Spielerinnen beenden einen "Fluch"

SHV-Spielerinnen beenden einen "Fluch"

SHV Oschatz 25:35 (13:17). Unter den SHV-Spielerinnen und Fans wurde vor der Begegnung orakelt - aber immer hinter vorgehaltener Hand. Keiner wagte, es laut auszusprechen, in der Hoffnung, alles geht diesmal gut.

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Carmen Schneider, Torhüterin Lisa Zimmerman, Franziska Staffe und Sally Witecy (v.l.) versuchen die Brandenburger Nr. 10 am Wurf zu hindern.

Quelle: Privat

SV 63 Brandenburg West. Worum handelte es sich? Ganz einfach: In den vergangenen Spielzeiten war es der SHV Oschatz, der den Tabellenletzten immer die Punkte überließ. Und am Sonntag ging es wieder zu einem Tabellenletzten. Über den Aufsteiger aus Brandenburg wusste man beim SHV nicht allzu viel und konnte sich nur auf die Videoanalysen der bisherigen Partien der Brandenburgerinnen stützen.

 

Von Beginn war aber spürbar, dass die Gäste es diesmal besser machen wollten. Schnell wurde eine 0:2-Führung erzielt. Aber noch gab es kurzzeitige Probleme bei der Rückorientierung und dem Aufbau der Deckungsreihe. So konnten die Gastgeber erst einmal wieder ausgleichen und beim 4:3 (7.Minute) und 7:6 (12.) auch selbst in Führung gehen. Danach legte das SHV-Team vor allem in der Deckung eine Schippe drauf und glich zunächst durch eine nervenstarke Josephine Hessel vom Punkt aus. Die Nachwuchsspielerin des SHV Oschatz fühlte sich auf dem Parkett der Brandenburger offenbar besonders wohl, denn mit elf Treffern avancierte sie zur Torschützenkönigin der Partie.

 

Der nächste Spielabschnitt gehörte den Oschatzerinnen, die sich bis zum 8:13 in der 20. Minute absetzen konnten. Unkonzentriertheiten und erneut eine mangelhafte Rückorientierung brachten die Brandenburgerinnen aber zurück ins Spiel und die Gäste ins Schwitzen. Drei Ballverluste im Oschatzer Angriff luden den Gegner zum Kontern ein, und Brandenburg bedankte sich mit drei Treffern in Folge. Doch in der Schlussphase der ersten Hälfte wetzten die Sächsinnen die Scharte wieder aus und erhöhten auf 13:17.

 

In der zweiten Halbzeit wurde schnell nach einer Vorentscheidung gesucht und bis zur 36. Minute mit einem 14:21 auch gefunden. Der SHV war jetzt ganz klar spielbestimmend, wenn auch nicht alles hundertprozentig klappte. Daran änderte auch eine Inflation von Strafminuten nichts. Die Oschatzerinnen fanden sich innerhalb kürzester Zeit gleich zwei Mal hintereinander nur mit vier Spielerinnen auf dem Parkett. Brandenburg konnte es aber nicht verhindern, dass die Oschatzerinnen beim ersten Mal einen Treffer und beim zweiten Mal sogar zwei Tore in doppelter Unterzahl erzielen konnten. Damit zog die Delor-Sieben dem Gegner auch noch den letzten Nerv. Das 17:26 (45.) war für Brandenburgs Trainer auch der Anlass zum insgesamt dritten Team-Time-Out. Prompt folgte auch ein Treffer für die Gastgeber, aber insgesamt war für den Aufsteiger nichts mehr zu reparieren.

 

SHV-Trainerin Jana Delor gab all ihren Spielerinnen Einsatzzeiten und konnte sich gemeinsam mit der Mannschaft zum Beispiel über das wunderschöne Tor von Sandra Kube freuen. Auch die mitgereisten Fans waren zufrieden. Das Wichtigste jedoch: Der "Fluch", beim Letzten zu verlieren, war besiegt! Oschatz nahm die Punkte mit und konnte zufrieden die Heimreise antreten.

 

Oschatz: Miersch, Zimmermann; Witecy (3), Wiersma (1), Dybowski, Hessel (11/4), Kube (1), Ackermann (5), Staffe, Heine (2), Schneider (4), Vujica (8/1). Kerstin Staffe

Kerstin Staffe

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