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SHV-Spielerinnen mit dem besseren Endspurt in Mecklenburg

SHV-Spielerinnen mit dem besseren Endspurt in Mecklenburg

SV Grün-Weiß Schwerin - SHV Oschatz 27:29 (14:14). Die Oschatzerinnen hatten am Sonntag keinen Blick für die Schönheiten der mecklenburgischen Landeshauptstadt.

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Ivana Vujica (l.) und Carmen Schneider (r.), hier gegen Kirchhof, bringen gemeinsam mit der gesamten Mannschaft das SHV-Team immer besser in die Erfolgsspur.

Quelle: Dirk Hunger

Der Grund dafür lag auf der A 9, sah ramponiert aus und brachte einen verkehrsbedingten Stau mit sich. Somit kam der Mannschaftsbus erst 16.10 Uhr verspätet in der Reiferbahnhalle an und es gab auch nur fünf Minuten zusätzlich Zeit bis zum Spielanpfiff um 16.50 Uhr.

 

Das war dem SHV-Spiel zunächst auch anzusehen. Man konnte denken, die ersten sieben Minuten gehörten noch zur Erwärmung. So lagen die Gäste schnell mit 5:1 zurück, konnten aber in der zwölften Minute zum 6:6 ausgleichen. Ein eklatanter Fehlpass ließ die Schwerinerinnen wieder in Führung gehen, indem sie simpel aufs leere Oschatzer Tor warfen. Der SHV musste die Rückstandssituation noch zweimal in Hälfte eins durchleben - beim 10:7 und 14:10. Aber das Team von Jana Delor war wie ein Stehaufmännchen. Gepuscht von der Bank, auf der alle mitfieberten und sich gegenseitig antrieben und unterstützt von wenigen, aber lautstarken Fans, gelang bis zur Pause der erneute Ausgleich.

 

Nach dem Seitenwechsel bestand mehrfach die Chance zur Führung des Gästeteams, konnte jedoch (noch) nicht genutzt werden. Aber den Schwerinerinnen gelang es jetzt nicht mehr, weit zu enteilen. Der SHV blieb dran und konnte endlich beim 19:20 durch Lena Dybowski erstmalig in Front ziehen. Sie verletzte sich leider im Spielverlauf und musste ausscheiden. Alle hoffen, dass es nicht ganz so schlimm ist und wünschen gute Besserung. "Die Ursachen für unsere späte Führung lagen heute eindeutig in unserer Abwehrarbeit. Da blieb vieles zu wünschen übrig", erklärte Delor im anschließenden Trainergespräch. Sie nutzte dennoch die Gelegenheit, allen Spielerinnen Einsatzzeit zu geben, wobei sich jede entweder im Angriff oder in der Deckung Lorbeeren verdienen konnte. Die Partie verlief jetzt relativ ausgeglichen. Fällige Strafwürfe wurden diesmal von Ivana Vujica souverän verwandelt. Sechsmal trat sie an und traf. Carmen Schneider musste erneut eine Menge einstecken. Den Gastgebern gelang es oft nur mit zwei, drei Leuten, sie zu stoppen. Dazu kam, dass die Unparteiischen relativ zügig den Arm zum Anzeigen eines Zeitspieles hoben und dadurch der eine oder andere Angriff nicht beendet werden konnte. In der 50. Minute gelang den Gästen eine Zwei-Tore-Führung, nachdem zuerst Sally Witecy von der rechten Außenposition und anschließend Josephine Hessel über die Kreismitte traf. In der Schlussphase rückten auch die Torhüter noch einmal in den Blickpunkt. Katrin Miersch, über weite Strecken von ihren Vorderleuten nicht gerade unterstützt, konnte in entscheidenden Spielmomenten den Ball um den Pfosten lenken. Auf das Konto der 16-jährigen Sally Witecy geht schließlich auch der endgültige Siegtreffer 40 Sekunden vor dem Abpfiff zum 26:29. "Natürlich freuen wir uns über die zwei Punkte, keine Frage. Aber noch mehr freut mich, wie die Mannschaft heute wieder zusammen gekämpft hat. Dass wir es auch effektiver können, haben wir vergangene Woche unter Beweis gestellt. Heute haben wir uns die zwei Punkte hart erkämpft", sagte SHV-Trainerin Jana Delor zum Abschluss.

 

Oschatz: Miersch; Witecy (3), Wiersma (4), Dybowski (3), Hessel (1), Wirsik, Kube, Ackermann, Staffe, Schneider (8/1), Vujica (10/6).

Kerstin Staffe

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