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Oschatz SHV-Team weiter ohne Rückrundenpunkte
Region Oschatz SHV-Team weiter ohne Rückrundenpunkte
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15:22 27.01.2014
Jetzt wird es Zeit für einen Abschluss von Carmen Schneider. Der Schiedsrichter hebt bereits den Arm für Zeitspiel. Franziska Staffe (Nr. 13) versucht, für einen Wurf Platz zu schaffen. Ivana Vujuca (Nr. 22) beobachtet die Situation. Quelle: Dirk Hunger

Da Schwerin als direkter Konkurrent gegen den Berliner TSC verlor, sind beide Teams bis auf einen Zähler an den SHV Oschatz herangerückt. Wobei die Berliner sogar noch ein Spiel weniger aufzuweisen haben. Die Leipziger Gäste der Sonntagspartie sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden.

Die Oschatzerinnen, bei denen Kristin Ackermann (Auszeit) und Doreen Wiersma (verletzt) fehlten, waren bemüht, lange Zeit die Partie offen zu gestalten. Sicher sind die Rollen beim Vergleich Zehnter gegen Vierter der Tabelle eindeutig verteilt, was von den Gästen aus Leipzig auch ganz klar demonstriert wurde. Da waren von Beginn an hohes Tempo und ganz viel Bewegung im Spiel. Dennoch gelang es den Oschatzerinnen, in Führung zu gehen. Eine Vielzahl von technischen Fehlern und Ballverlusten - allein 18 in der ersten Hälfte - unterstützte jedoch unfreiwillig die Gäste, die für ihr sehr gutes Konterspiel bekannt sind. Vor allem in der Schlussphase der ersten Halbzeit klingelte es zu oft im Oschatzer Gehäuse. Torfrau Lisa Zimmermann war daran aber absolut unschuldig.

Ursache war der eigene Angriff, in dem der Ball mehrfach verloren ging. Lisa Zimmermanns Paraden im Spielverlauf war es zu verdanken, dass es nicht noch dicker für den SHV Oschatz kam. Dreimal blieb sie beim Duell vom Punkt die Siegerin, und auch aus dem Spiel heraus zeigte sie tolle Reflexe. Die hohe SHV-Fehlerquote zeigt aber auch, unter welchem Druck die Mannschaft stand und dass endlich ein Erfolgserlebnis her muss. Dazu ist jedoch in erster Linie notwendig, geschlossen aufzutreten und sich gegenseitig zu motivieren. Da scheint im Moment noch Luft nach oben beim SHV-Team zu sein.

Zurück aus der Kabine hatten erst einmal beide Mannschaften Ladehemmung. Leipzig beendete diesen Zustand in der 35. Minute mit dem Treffer zum11:16. Bei der SHV-Sieben dauerte es noch zwei Minuten länger. Erst in der 37. Minute fiel das 12:17 vom Punkt durch Josephine Hessel, nachdem der Strafwurf an Lena Dybowski verwirkt wurde. Die Partie hatte sich jetzt eingependelt. Das SHV-Team verringerte nun seine Fehlerquote. Trotzdem blieb zu viel an den Routiniers hängen, für die dieser Umstand am Ende wieder ein Kraftproblem wurde. Die Gäste verwalteten ihren Vorsprung, bauten ihn später sogar noch aus. Und Oschatz bemühte sich, kämpfte um jeden Treffer, ohne die Chance zu haben, wirklich heranzukommen. Der Sieg der HCL-Spielerinnen war zu keiner Zeit in Gefahr: Deshalb ist es um so unverständlicher, warum in der Abwehr in der Schlussphase noch so kompromisslos hingelangt wurde. Anja Heine musste diesen Einsatz, bei dem sie aus der Luft geholt wurde, mit ihrer Gesundheit büßen. Dass die Schiedsrichter diese unüberlegte Aktion mit der roten Karte ahndeten, zeigte, dass beide ihre Hausaufgaben gemacht haben. Schließlich hat die Gesundheit der Spielerinnen Vorrang. Noch am Abend wurde Anja Heine ins Krankenhaus eingeliefert. Alle hoffen, dass es sich nur um eine Vorsichtsmaßnahme handelt und wünschen der sympathischen Spielerin recht schnell gute Besserung.

Oschatz: Zimmermann, Miersch; Witecy (1), Dybowski, Hessel (6/4), Wirsik, Kube, Staffe (1), Heine (1), Schneider (7), Vujica (5/3).

@www.shv-oschatz.de

Kerstin Staffe

Kerstin Staffe

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