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Oschatz SHV-Team widersetzt sich harter Gangart
Region Oschatz SHV-Team widersetzt sich harter Gangart
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17:41 13.12.2012
Nach dem Sieg gegen den SV Leisnig in den heimischen vier Wänden (Foto) können die SHV-Mädchen (schwarze Trikots) in Borna nachlegen und erneut zwei wichtige Punkte einfahren. Quelle: Dirk Hunger

Die Oschatzer Frauen gingen sofort mit 0:2 in Führung. Die SG-Spielerinnen legten jedoch nach und sorgten für den Ausgleich. Es entwickelte sich ein Hin und Her in der Führung. In der zehnten Minute stand es 4:4 und in der 18. Minute 7:7. Die Frauen der SG Borna/Zwenkau spielten eine sehr rustikale Art von Handball. Da wurde der Begriff eines körperbetonten Sportes sehr freizügig ausgelegt, und die Schiedsrichter waren leider nicht in der Lage, diese harte Gangart zu unterbinden. Beim Stand von 12:12 (28. Minute) wurden die Oschatzerinnen noch einmal an die Seitenlinie geholt. Sie wurden für die Restspielzeit aufgefordert, die Kräfte zu mobilisieren und konzentriert abzuschließen. Das setzten die Mädchen danach um und ließen bis zum Pausenpfiff noch zwei Treffer folgen.

Der Beginn der zweiten Halbzeit ging an die Spielerinnen der SG. Nach neun Minuten hatten sie den erneuten Ausgleich geschafft (15:15). Nun hielten die Gäste mit drei Toren in Folge dagegen - Spielstand 15:18. Der Heimtrainer hatte in der genommenen Auszeit offensichtlich seine Frauen beauftragt, eine noch härtere Gangart einzuschlagen. Jetzt wurden frei vor dem Gastgebertor befindliche SHV-Spielerinnen ganz einfach umgerissen. Immer wieder musste die Partie wegen der am Boden liegender Oschatzer Spielerinnen unterbrochen werden. Das erhöhte zwangsläufig die Anzahl von Zwei-Minuten-Strafen für die Gastgeber und hatte phasenweise nicht mehr viel mit einer Ballsportart zu tun. Den erhofften Nutzen konnten die Bornaerinnen daraus aber nicht ziehen. Kampfeswillen und Einsatzbereitschaft der SHV-Sieben ließen die Schmerzen vergessen, und konzentriert wurde weiter am Ziel gearbeitet. Auch die bierseligen, provozierenden Zurufe von Teilen des einheimischen "Fachpublikums" änderten daran nichts. Sie sorgten nur dafür, dass die Döllnitzstädterinnen sich noch mehr ins Zeug legten. So wurden die Überzahlspiele erfolgreich genutzt. Beim 17:20 (22.) war ein kleiner, aber wichtiger Vorsprung erarbeitet, der bis zum Schlusspfiff mitgenommen werden konnte. Das war eine echte Team-Arbeit, denn von allen Positionen wurde Torgefährlichkeit gezeigt. Die Mannschaft hat ein wirklich gutes Spiel abgeliefert, auch wenn sie dafür einiges einstecken musste. Nach dem Schlusssignal gab es einen Riesenjubel im Oschatzer Team - und die Spielerinnen lagen sich in den Armen.

Oschatz: Melde; Dietzschold, Fiddecke (2), Friedrich (5), Hessel (2), Kühne (2), Lehmann (5), Lindner, Plockstieß (2), Wirsik (4/2).

Jens Fiddecke

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