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Oschatz SHV-Team wie umgewandelt
Region Oschatz SHV-Team wie umgewandelt
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13:44 07.10.2012
Nicole Wirsik (Nr. 9) zeigt in Frankfurt/Oder ihr Talent vor allem bei Freiwürfen. Die SHV-Spielerinnen Anja Heine, Ivana Vujica, Doreen Wiersma sowie Kristin Ackermann (v.l.) bereiten mit einer Mauer vor der gegnerischen Abwehr den Abwurf vor. Quelle: Kerstin Staffe

Von Kerstin Staffe

Jana Delor hatte an der Oder ihre Mannschaft nicht komplett zur Verfügung. Maria Häußler und Nicole Natzschka fehlten beruflich bedingt.Und Doreen Wiersma kam direkt von einem Lehrgang noch individuell angereist. Dafür gilt Gottfried Schneider ein Dankeschön, der das möglich gemacht hat. Wie wichtig es war, zeigte sich im Spielverlauf.

Den Gästen merkte man von Beginn an, dass sie sich viel vorgenommen hatten. Carmen Schneider langte gleich zu Spielbeginn dreimal kräftig zu (1./2./5. Minute) und setzte damit ein klares Zeichen für den weiteren Verlauf. Zum Lohn wurde sie ab der fünften Minute vorübergehend in die kurze Deckung genommen. Die SHV-Abwehr war beweglich, gut abgestimmt und zupackend, aber auch aufmerksam, um Abpraller aufnehmen zu können. Die Gastgeber fanden nicht immer die spieltechnisch saubersten Mittel, vermochten dies jedoch vor den Schiedsrichtern gut zu verbergen. Dennoch konnten sie nicht verhindern, dass die Gäste sich Tor um Tor absetzten. In der 16. Minute traf Ivana Vujica mit ihrem dritten Treffer zum 4:10.

Beim folgenden Frankfurter Angriff ging Franziska Staffe durch einen Zusammenprall mit einer FHC-Spielerin zu Boden und blieb verletzt liegen. Die Abwehrorganisatorin der Oschatzer musste vom Feld - und zum Glück für die Gäste konnte Doreen Wiersma die Position am Kreis nahtlos übernehmen. Gute Besserung an dieser Stelle. Die SHV-Sieben ließ sich jedoch nicht von ihrer Linie abbringen. Die Oschatzerinnen trugen ihre Angriffe unter der Regie von Ivana Vujica weiterhin schnell und schnörkellos vor und bauten den Vorsprung bis zur Pause unbeirrt aus. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff gab es noch ein ungeahndetes Foul an Carmen Schneider, die im Tempogegenstoß klar an der letzten FHC-Spielerin vorbei war und von dieser gelegt wurde. Deutlicher ging es nicht, und dennoch blieb es ohne jegliche Konsequenz.

Nach dem Seitenwechsel gehörte der erste Treffer den Gastgebern zum 10:17. Danach legte der SHV Oschatz wieder eine kleine Serie aufs Parkett. Zuerst Doreen Wiersma, dann Carmen Schneider, Anja Heine und Luise Ganske - fünf Treffer fielen in Folge bis zum 10:22 (36.). Auch hier zeigte sich eine deutliche Verbesserung zur Vorwoche. Luise Ganske auf der rechten Außenposition und ihr Pendant Anja Heine auf der linken Seite wurden durch das schnelle Verschieben des SHV-Spiels immer wieder in gute Wurfpositionen gebracht. Beide konnten mit unterschiedlichen Wurfvarianten die Frankfurter Torfrau mehrfach überwinden.

Kristin Ackermann erhöhte schließlich durch einen Konter zum 11:25 (39.) den Vorsprung auf 14 Treffer. SHV-Trainerin Jana Delor gab nun allen Spielerinnen eine Einsatzchance. Nicole Wirsik besetzte dabei die halbrechte Position und zeigte zweimal beim Freiwurf, dass sie mit einem guten technischen Rüstzeug versehen ist. Wenige Schritte Anlauf, ein kraftvoller Absprung und eine tadellose Wurfhaltung bescherten ihr zwei Treffer (13:28/45. und 21:33/58.).

Die Szene unmittelbar vor dem letzten Oschatzer Tor brachte beim Betrachter ein Déjà-vu an das Ende der ersten Spielhälfte: Carmen Schneider zupfte eine Frankfurter Spielerin, die in diesem Fall auch an Schneider vorbei war, am Trikotärmel und sah dafür die rote Karte. Der fällige Strafwurf verfehlte sein Ziel, und im Gegenzug kam es zu der Freiwurfsituation, die Nicole Wirsik zu ihrem zweiten Treffer nutzte. Die mitgereisten Fans waren mit dieser Leistung ihres Teams durchaus zufrieden, ebenso wie die Mannschaft mit der Unterstützung in fremder Halle.

Oschatz: Miersch, Eichhorn; Heine (4), Schneider (9/2), Staffe, Vujica (8/3), Ackermann (2), Ganske (5), Wiersma (2), Wirsik (2), Böhm, Hessel.

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