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SHV entscheidet Spitzenspiel für sich

SHV entscheidet Spitzenspiel für sich

Das Spitzenspiel der 3. Liga zwischen dem SHV Oschatz und der HSG Stemmer/Friedewalde hatte eine sehr ansehnliche Kulisse in die Rosentalsporthalle gelockt und die war nach dem Schlusspfiff restlos begeistert, aber zwischendrin auch oft der Verzweiflung nahe.

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Die komplette Aufbaureihe des SHV Oschatz (gelb-schwarze Trikots) in voller Aktion vor dem Abwehrriegel der Gäste: Maria Häußler, Ivana Vujica und Carmen Schneider (v.l.). Das gesamte SHV-Team begeistert die Zuschauer in der Halle.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Von Kerstin Staffe

 

 

 

Die Begegnung begann mit der Gästeführung per Siebenmeter in der 3. Minute. Postwendend kam die Antwort von Maria Häußler für die Gastgeber und so setzte sich das Spielchen lange Zeit fort. Die Gäste legten vor, Oschatz glich aus. Dazwischen eine Reihe von technischen Fehlern sowie Ballverlusten. Und Torhüter gab es ja auch noch. 45 Prozent Trefferquote beim SHV und 51 bei der HSG bedeuteten, dass statistisch bis zur Pause nur jeder zweite Angriff saß. "In der Anfangsphase waren wir wieder einmal noch nicht ganz wach und haben in der Deckung nicht beherzt genug zugefasst", war SHV-Trainerin Jana Delor noch nicht ganz zufrieden. Die Laufbereitschaft beim SHV ließ ebenso zu wünschen übrig. Oftmals bot sich keine Anspielstation und die Gäste konnten dazwischen treten. Mit dem 12:11 durch Carmen Schneider gelang in der 21. Minute erstmalig die SHV-Führung. Doch zwei weitere technische Fehler brachten die Delor-Sieben erneut ins Hintertreffen und die Gäste im Anschluss bis zur Pause mit zwei Toren vor.

Auch nach dem Wiederanpfiff gelang es bis zur 47. Minute keinem Team, sich vorentscheidend abzusetzen. Dann ein möglicher Knackpunkt. Bereits in der ersten Hälfte wurde die Geduld der beiden Unparteiischen von der Gästebank arg strapaziert, dafür gab es jetzt die Quittung in Form einer Zeitstrafe. Die Überzahl nutzte der SHV zur 25:24-Führung und legte dann noch bis zum 27:24 nach. Anlass für Trainer Niemeyer, seine Damen an die Bank zu rufen. Der Erfolg blieb anschließend jedoch versagt, denn der nächste Ball der Gäste flog über die Seitenlinie - Luise Ganske schaltetet am schnellsten und versenkte den Konter zum 28:24. In den nächsten Minuten passte plötzlich alles beim SHV. Die Ordnung im HSG-Team ging verloren, die Gastgeber nutzten jetzt jede Chance und gingen durch Natzschka und Häußler bis zum 32:27 (54. Minute) in Front. Anschließend ertönte der Pfiff zum Strafwurf für Carmen Schneider. Offenbar das Signal für den Gästetrainer, sich erneut über die Leistung der Schiedsrichter zu äußern. Denen platzte jetzt der Kragen und sie schickten Reiner Niemeyer mit Rot von der Bank, vorgewarnt war er in jedem Fall. Unbeeindruckt davon verwandelte Schneider zum 33:27. Das war wohl die Vorentscheidung in der 55. Minute. Die Oschatzerinnen setzten durch Doreen Wiersma noch das 34:27 obenauf, bevor die Gäste den 28. Treffer markierten. 13 davon erzielte allein Lena Heidermann, die vor allem am Punkt keinerlei Nerven zeigte.

Noch waren vier Minuten zu spielen und die HSG ging zur Manndeckung über. Der SHV kam dennoch vor das Gehäuse der Gäste, aber jetzt wurden die Chancen nicht mehr so konsequent genutzt. Im Gegenzug konnten die Gäste verkürzen. Doch mehr als Ergebniskosmetik war nicht drin, denn die Oschatzerinnen hatten die Uhr im Blick und es bestand keine Gefahr, dass das Spiel noch aus der Hand gegeben werden könnte. Während sich die Gastgeber in der statistischen Trefferquote in der zweiten Halbzeit auf 59 Prozent steigern konnten, reichte es bei den Gästen nur zu 53 Prozent. Dieser Unterschied machte zwei Punkte aus. Und noch einen Unterschied konnte der Beobachter feststellen: SHV-Trainern Jana Delor hat bewiesen, dass man mit leisen Tönen seiner Mannschaft mehr helfen kann. Sie zeigte sich nach dem Schlusspfiff dann doch ganz zufrieden: "Ich freue mich natürlich über die zwei Punkte. Meine Mannschaft ist als Team aufgetreten und wir haben gezeigt, dass wir mit dem Druck umgehen können."

Oschatz: Miersch, Eichhorn; Heine (2), Schneider (12/6), Vujica (3), Wiersma (5), Häußler (6), Natzschka (4), Ganske (3), Müller, Staffe, Ludwig.

www.shv-oschatz.de

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