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Oschatz SHV fühlt sich in der 3. Liga wohl
Region Oschatz SHV fühlt sich in der 3. Liga wohl
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17:21 27.12.2011

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Die OAZ sprach über die Weihnachtsfeiertage mit der Trainerin Jana Delor über den bisherigen Verlauf und die zukünftigen Ziele ihrer Vertretung.

Frage: Seit September spielt Ihr Team in der 3. Bundesliga. Konnten Sie alle Spielerinnen von Beginn an für dieses Unternehmen begeistern?

Jana Delor: Wir haben uns bereits im Frühjahr dieses Jahres, nachdem die Rödertalbienen zum zweiten Mal besiegt wurden, darüber ausgetauscht, was wir machen, wenn am Ende der Saison der erste Platz erreicht wird. Das Ziel war eigentlich nur, vor den "Bienen" ins Ziel zu kommen. Wie alle wissen, ist der Mannschaft dieses Vorhaben gelungen. Alle Spielerinnen hatten nach einer Denkphase den Wunsch, diesen Aufstieg wahrzunehmen und in das Abenteuer 3. Liga zu starten. Dabei wurden im Präsidium des SHV Oschatz offene Ohren gefunden. Es war uns aber auch klar, dass das kein Zuckerschlecken wird und dringend neue Spielerinnen gebraucht werden, die die Aufsteiger bei der Mission unterstützen. Es war auch klar, dass die Neuen Handballtypen sein müssen, die wollen, ehrgeizig sind und in den "verrückten Haufen" passen.

Wie ist die Suche nach den neuen Verrückten ausgegangen?

Zum Glück ist es gelungen - und darauf bin ich auch sehr stolz - dass wir Ivana Vujica nach langen Gesprächen und vielen Hürden für unsere Mission 3. Liga gewinnen konnten. Sie ist für mich die Spielerin, die am besten zu Carmen Schneider passt. Ivana hat genauso einen Handballverstand wie Carmen. Sie bringt auf der einen Seite Entlastung für Carmen Schneider und auf der anderen Seite hilft sie mit ihrer Erfahrung der jungen Mannschaft. Für den Rückraum kam Maria Häußler zu uns nach Oschatz. Sie hat ebenfalls die Herausforderung 3. Liga gelockt und ist für unsere Rückraumpositionen eine sehr wichtige Ergänzung. Wenn es uns noch gelingt, einen Job für sie in Leipzig zu finden, dann kann sie ihr großes Potenzial noch besser zeigen. Maria könnte dann regelmäßig mit der Mannschaft in Oschatz trainieren. Die ruhige Doreen Wiersma hat auf der Position Kreismitte völlig überzeugt und sich gut in die Mannschaft integriert. Ich denke, sie fühlt sich hier sehr wohl. Auch Stefanie Böhm wird sich in der SHV-Mannschaft durchsetzen und ihre Position finden. Stefanie ist noch jung und ausbaufähig.

Im Blick auf die Saison wurden dem SHV Oschatz als krasser Außenseiter nur geringe Chancen eingeräumt. Inzwischen hat ihre Mannschaft ganz schön für Furore gesorgt. Gibt es ein Geheimrezept, mit dem der SHV diesen hervorragenden fünften Tabellenplatz zum Ende der Hinrunde erreicht hat?

Ja, natürlich sind wir krasser Außenseiter. Aber genau diese Rolle liegt uns und im Aufstiegsjahr muss man natürlich diese Rolle ausnutzen. Es macht doch Spaß, wenn meine Spielerinnen andere Mannschaften ärgern können, die schon längere Erfahrung in dieser Spielklasse haben. Die andere Seite ist natürlich die, dass wir inzwischen zu einer sehr guten Mannschaft zusammengewachsen sind und nach einer gewissen Findungs- und Einspielphase den richtigen Weg eingeschlagen haben. Unser Geheimrezept ist nicht geheim, sondern hängt für alle sichtbar in der Halle. Wir müssen miteinander und füreinander Handball spielen, dann sind wir auch erfolgreich. Anders funktioniert ein Mannschaftssport nicht.

Welche Bedeutung haben die Fans für die Trainerin und die Mannschaft?

Der Rückhalt für mein Team sind natürlich die Fans und die handballverrückten Zuschauer, die unsere Sporthalle wieder mit Leben und Begeisterung füllen. Ich bin schon sehr stolz darauf, wieder in Gesichter zu schauen, die ich bereits zu meiner aktiven Zeit gesehen habe und die sich nun wieder an unserem Spiel erfreuen. Es ist so toll, diese Zustimmung zu erhalten und manch eine Umarmung hat mich auch schon mal zu Tränen gerührt. Für diese Unterstützung unserer Arbeit möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken.

Welche Rolle spielt der Handballnachwuchs des SHV in ihren Zukunftsplanungen?

Ich hoffe, wir sind für unsere Nachwuchsmannschaften Vorbilder. Natürlich möchte ich gern die Talente, die es in unseren Nachwuchsvertretungen gibt, in die Mannschaft integrieren und langsam an die oberen Ligen heranführen.

In diesem Jahr wird es für Julia Hessel ernst - drei Trainingseinheiten in der Woche und Einsatzgelegenheiten in den Pokalspielen. Ich bin mir sicher, Julia fühlt sich bei uns wohl und ich hoffe, dass ihre Patin Luise Ganske sie weiterhin in allen Bereichen unterstützt und ihr helfend zur Seite steht.

SHV-Präsident Peter-Jörg Arnold hatte noch eine Scherzfrage auf den Lippen: "Was macht die Trainerin, damit die erste Frauenmannschaft des SHV Oschatz nicht aufsteigt?"

Klare Antwort an den Präsidenten: Nichts, denn ich habe in meiner Mannschaft eine Spielerin, die ein gewisses Handballalter erreicht hat, aber unbedingt in diesem Leben noch einmal 2. Liga spielen möchte. Und das soll natürlich mit ihrem Heimatverein SHV Oschatz, der gleichzeitig auch ihr einziger Verein war und ist, verwirklicht werden. Aber erst einmal schauen wir jetzt auf die Rückrunde und werden versuchen, die bestmöglichen Ergebnisse zu erreichen.

Gleich im neuen Jahr startet die Mannschaft im DHB-Pokal. Welche Zielstellung gilt hier?

Gleich der nächste Schock für unser Präsidium - wir wollen nach Göppingen zum Final Four. Nein, ist natürlich auch nur ein Spaß. Aber die nächste Runde würden wir gegen Greven, den zweiten Bundesligisten aus der 2. Liga schon gern erreichen.

Welche Wünsche verbinden Sie mit dem Jahreswechsel?

In erster Linie natürlich, dass unsere Spielerinnen von Verletzungen verschont bleiben und wir im neuen Jahr da anknüpfen können, wo die Mannschaft im Spiel gegen Osterode aufgehört hat. Ganz speziell wünsche ich allen Handballverrückten einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Fragen:

Kerstin Staffe

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