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Oschatz SHV mit gelungener Bescherung
Region Oschatz SHV mit gelungener Bescherung
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16:18 12.12.2011
Die Oschatzerin Carmen Schneider (mit Ball) ist gegen die HSG Osterode Harz nicht zu bremsen und bekommt in der zweiten Halbzeit vom Gegner eine Sonderbewachung verordnet. Dafür springen Ivana Vujica (Nr. 22) mit den anderen Spielerinnen um Doreen Wiersma (2.v.l.) in die Bresche und begeistern die Zuschauer. Quelle: Dirk Hunger

Von Kerstin Staffe

Mit dem klaren Sieg konnten die SHV-Frauen zum einen den fantastischen fünften Tabellenrang festigen und zum anderen das Torverhältnis weiter verbessern. "Jeden, der uns das vor Saisonstart prophezeit hätte, den hätten wir wohl für verrückt erklärt. Allerdings ist erst Halbzeit und wir werden in der Rückrunde unsere Position hart verteidigen müssen. Aber was meine Mannschaft bis hierhin geleistet hat, das ist nahezu sensationell", lobte eine sichtlich zufriedene SHV-Trainerin Jana Delor ihre Mädels.

In der Begegnung gegen Osterode hatten die Gäste den besseren Start. Sie gingen mit hohem Tempo in die Partie, wirbelten vor der SHV-Deckung und legten zu Beginn immer ein Tor vor. Trotzdem gelang den Gastgebern der Ausgleich zum 3:3 (5. Minute). Auf Oschatzer Seite war es vor allem Carmen Schneider, die für den Torerfolg sorgte. Beim 13:11 (23.) konnte Schneider sich ihren neunten Treffer gutschreiben lassen. Das veranlasste Gästetrainer Mai zu einer Auszeit, die jedoch nichts Zählbares brachte. Beide Teams taten sich anschließend zunächst schwer, bevor sich die Oschatzer durch Ludwig und Schneider erstmals mit vier Toren auf 15:11 (28.) absetzen konnten. Vielleicht war die eine oder andere SHV-Spielerin danach gedanklich schon in der Kabine, denn plötzlich hatten die Gäste Platz im Angriff und holten ganz schnell zwei Tore auf. Dass der Anschluss nicht fiel, war Katrin Miersch zu verdanken, die einen total freien Wurf vom Kreis parieren konnte. Diese Nachlässigkeiten waren Grund genug für SHV-Trainerin Jana Delor, die SHV-Sieben in einer Auszeit, auch wenn es kurz vor der Pause war, wieder wachzurütteln.

Nach dem Seitenwechsel gab es logischerweise eine Sonderbewachung für Schneider. Dafür sprang jetzt Ivana Vujica in die Bresche, die das Zepter in die Hand nahm und ihre Mannschaft weiter Richtung Doppelpunktgewinn führte. Der von den Gäste erzielte Treffer zum 19:17 (39.) sollte für lange Zeit der letzte Ball bleiben, den die Oschatzer Torleute aus dem Netz angeln mussten. In dieser Phase gelang den Gastgebern fast alles und den Gästen nichts. Auffällig war ab der 40. Spielminute, dass die Kräfte bei den Niedersachsen offensichtlich stark nachließen. Die Angriffe wurden eine leichte Beute von Katrin Miersch, die ihr Team bis dahin wieder hervorragend unterstützt hatte. Mit dem Mut der Verzweiflung trugen die Gäste ihre Angriffe vor. Aber entweder blieben sie gleich in der Abwehr hängen oder Miersch bekam sie zu fassen. Anja Heine, von der Bank gekommen, konnte gleich ihren ersten Ball verwandeln und ging mit gestärktem Selbstbewusstsein in die sich anschließenden Konter. Sie wechselte sich mit Doreen Wiersma ab, die wunderbare Kreisanspiele verwandeln konnte. Beim Stand von 25:17 (47.)hatte die Delor-Sieben mit Heine und Wiersma als Vollstrecker zumindest eine kleine Vorentscheidung herbeigeführt. Jetzt konnte locker und gelöst weiter Handball vom Feinsten zelebriert werden. Und plötzlich klappte wirklich nahezu alles. Die Pässe, in Halbzeit eins noch oft zu ungenau, kamen zielsicher an, in der Deckung wurde der Ball erobert, Sarah Eichhorn knüpfte nahtlos an die Leistung von Katrin Miersch im Tor an und blieb gleich Siegerin im Sieben-Meter-Duell. Die Spielfreude übertrug sich auch auf die Ränge der Rosentalsporthalle und so trugen die Zuschauer ihren Teil zu einem gelungenen Jahresabschluss für den SHV Oschatz bei.

Oschatz: Miersch, Eichhorn; Müller, Schneider (10/4), Vujica (6), Wiersma (4), Häußler (4), Ludwig (2), Ganske, Heine (5), Natzschka (1), Böhm (2), Staffe.

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