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Oschatz SHV steht sich selbst im Weg
Region Oschatz SHV steht sich selbst im Weg
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16:08 04.11.2013

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An die Gäste vom HC Salzland geht der uneingeschränkte Glückwunsch zum 26:29 (12:14)-Punktsieg in Oschatz.

Salzland war einfach das bessere Team an diesem Tag. Aber ein Spiel hat ja nicht nur zwei Mannschaften auf dem Parkett und insofern ist die emotionale Verärgerung auf den Rängen durchaus zu verstehen. Die Vertretung von Jana Delor hatte keinen guten Tag erwischt. Auch die SHV-Trainerin sah das so: "Vorn treffen wir nichts und hinten hat unsere Abwehr zu oft ein Loch. Über alles andere brauchen wir nicht zu reden." Die Gäste gingen mit 0:1 in Führung. Den zweiten Treffer konnte zunächst SHV-Schlussfrau Lisa Zimmermann verhindern, indem sie Siegerin im Sieben-Meter-Duell blieb. Bis zur 15. Minute hielten sich die Kontrahenten die Waage. Dann gelang dem Aufsteiger die erste Drei-Tore-Führung (8:11/19. Minute).

Im Bemühen, den Abstand zügig zu verkürzen, hatte der SHV eine Reihe von Ballverlusten zu verzeichnen, die nicht immer selbstverschuldet waren. Folglich reagierten die Spielerinnen verunsichert und konnten dann nur zuschauen, wie der HC Salzland wiederholt Konter im Oschatzer Gehäuse versenkte. Trotzdem ließ die SHV-Sieben nicht locker und konnte den Abstand bis zur Pause auf zwei Treffer begrenzen.

Bereits in der ersten Spielhälfte wurde sichtbar, dass die Oschatzer Angriffseffektivität mangelhaft war. Zahlreiche einfache Ballverluste luden die Gäste auch im weiteren Spielverlauf zum Kontern ein. Den Wiederbeginn in Hälfte zwei schafften beide Teams nur mit großen Mühen. Erst in der 36. Minute gab es den nächsten Treffer und zwar unter tatkräftiger Mithilfe des SHV-Teams für die Gäste. Beim SHV dauerte es noch zwei Minuten länger, bis endlich in Halbzeit zwei ein Tor fiel (13:17/38.). Bis zum Stand von 13:20 wurde der SHV jetzt klassisch ausgekontert. Kein Zuspiel kam dort an, wo es hin sollte und der HC Salzland setzte mehrmals zum Tempogegenstoß an und vollstreckte. Beim Stand von 16:23 (48.) und 19:27 (54.) konnte man ein Debakel für die Gastgeber befürchten. Aber wer angezählt ist, rappelt sich bekanntlich noch einmal auf.

Als das Spiel der Gastgeber endlich die Außenpositionen mit einbezog, klingelte es auch öfter in Salzlands Gehäuse. SHV-Trainerin Jana Delor gab dann in den letzten Minuten mit dem offenen Spiel eine neue taktische Marschroute aus und der SHV eroberte ein ums andere Mal den Ball. Jetzt waren die Spielerinnen auch in der Lage, die Ballgewinne in Tore umzumünzen. Aber nun lief ihnen natürlich die Zeit davon. Ganz davon abgesehen, dass eine solche Spielweise auch Risiken birgt, die dem Gegner in die Karten spielen. Doch zunächst holten die Gastgeber von 20:27 auf 23:28 (58.) und 26:29 (60.) auf. Das hört sich schon ein wenig versöhnlicher an.

Sicher wird die SHV-Trainerin die richtigen Worte zur Auswertung dieses Spieles finden und ihr Team gut auf die schwere Auswärtsaufgabe in der kommenden Woche in Travemünde vorbereiten.

Oschatz: Zimmermann, Miersch; Witecy, Wiersma (2), Dybowski (5), Hessel (5/1), Wirsik, Kube, Ackermann (2), Staffe, Heine, Schneider (7/1), Vujica (5/2).

Kerstin Staffe

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