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Oschatz Saalhausener bei Schlacht verschüttet
Region Oschatz Saalhausener bei Schlacht verschüttet
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16:46 29.04.2014
Die Brüder Max, Emil und Robert Schöne (v.l.) in Uniform. Quelle: privat

Seine Enkelin Renate Müller (74) kann sich an ihren Großvater, der zwei Brüder hatte, noch gut erinnern.

Robert Schöne und seine Brüder Max und Emil stammen aus Saalhausen bei Oschatz. Als der Erste Weltkrieg ausbrach, wurden die drei jungen Männer zum Militärdienst eingezogen und mussten an die Front. "Mein Opa ist bei der Schlacht an der Somme verschüttet worden und hat danach schwer gehört", weiß Renate Müller.Die Schlacht an der Somme begann am 1. Juli 1916 im Rahmen einer britisch-französischen Großoffensive gegen die deutschen Stellungen. Mit über einer Million getöteten, verwundeten und vermissten Soldaten war sie die verlustreichste Schlacht des Ersten Weltkriegs.

Aus den Erzählungen ihrer Mutter Frieda Schöne (geborene Fuchs) hat sich Renate Müller eine Episode besonders eingeprägt: "Meine Mutter ist als kleines Mädchen mit ihrem Puppenwagen auf den Oschatzer Bahnhof gefahren und hat auf ihren Vater gewartet - doch der ist nicht gekommen."

Schließlich kehrte der hörgeschädigte Soldat doch zurück, arbeitete als Hochofenmaurer in Riesa und lebte bis zu seinem Tod im Herbst 1945 in Oschatz. "Er war ganz lieb und hilfsbereit", erinnert sich Renate Müller. Die anderen beiden Schöne-Brüder überstanden den Ersten Weltkrieg unverletzt. Emil arbeitete in der Poststelle im Rat des Kreises und Max als Stricker im Oschatzer Textilbetrieb EKO.

Frank Hörügel

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