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Oschatz Sachsen spendiert neue Schwellen für Mügelner Döllnitzbahn
Region Oschatz Sachsen spendiert neue Schwellen für Mügelner Döllnitzbahn
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06:00 12.03.2016
Bei Schweta sind die Schwellen bereits ausgetauscht worden. Quelle: Foto: Dirk Hunger
Mügeln/ Dresden

Die Döllnitzbahn hat in dieser Woche einen Förderbescheid vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das Unternehmen erhält demnach rund 427 000 Euro Fördermittel vom Freistaat Sachsen für die „weitere Teilinstandsetzung der Infrastruktur der Döllnitzbahn  im Abschnitt Bahnhof Naundorf bis Bahnhof Oschatz“. Nach Angaben des Landesamtes entspricht die Summe 75 Prozent der förderfähigen Ausgaben der Döllnitzbahn für dieses Projekt.

„Wir sind froh und erleichtert, dass wir diese Zusage so zeitig im Jahr bekommen haben“, betonte Eisenbahnbetriebsleiter Lutz Haschke. Das versetze das Unternehmen in die Lage, die Baumaßnahmen tatsächlich in den Sommerferien abzuwickeln. Das habe man zwar in den vergangenen Jahren auch geplant, aber leider nie umsetzen können, da der Bescheid deutlich später eintraf. Man arbeite nun daran, die für den Fördermittelantrag erstellten Planunterlagen zu präzisieren, so dass man die Aufträge ausschreiben könne. Der nun bevorstehende Bauabschnitt werde die Beteiligten vor weniger große Herausforderungen stellen als der zuletzt abgearbeitete. „Es gibt in diesem Bereich nur zwei Bahnübergänge, wovon einer eine Kreuzung mit einem Feldweg ist“, erläuterte Lutz Haschke. Daneben würden die Brücke über den Schrebnitzbach nahe des Heizhauses in Mügeln sowie eine Reihe von Durchlässen erneuert. Schotter und Schwellen würden ausgetauscht, ohne etwas an Lage und Geometrie der Strecke zu verändern.

Die 427 000 Euro für 2016 seien das vierte Förderpaket des Freistaates für die Döllnitzbahn. Bisher sei die Infrastruktur des Bahnunternehmens in den Bereichen Nebitzschen-Altmügeln, zwischen Mügeln und Glossen sowie zuletzt zwischen Mügeln und Naundorf erneuert worden.

„Wir fördern die Instandsetzung des Schmalspurstreckennetzes, um die Döllnitzbahn für ihre Kunden wirtschaftlich und zukunftsfähig zu erhalten,“ sagte Rainer Förster, Präsident des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr. Dieses umfangreiche Vorhaben solle die Reisezeiten den möglichen Streckengeschwindigkeiten entsprechend auf der vorhandenen Trassierung sichern, den Unterhaltungsaufwand vermindern, den aktuellen Stand der Technik herstellen, die Verkehrssicherheit erhöhen und die baulichen Vorgaben erfüllen.

Die sächsischen Schmalspurbahnen, zu denen neben der Döllnitzbahn vier weitere Kleinbahnen und drei schmalspurige Museumsbahnen gehören, haben im vergangenen Jahr über eine Million Fahrgäste befördert. Auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin übergab Ingo Neidhardt, Geschäftsführer der Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft, Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) diese symbolische „Fahrgastmillion“. Diese Zahl belege die große Attraktivität der Bahnen als touristische Zugpferde, auch für Angebote links und rechts der Schienenstränge. Zum zweiten Mal in Folge hätten die Dampfbahnen die Marke von einer Million Fahrgästen erreicht. Das spreche für die Marketingideen der einzelnen Unternehmen ebenso wie für die gebündelte Vermarktung unter der im Jahr 2010 geschaffenen Dachmarke Dampfbahn-Route Sachsen.

„Mit etwas über 50 000 Fahrgästen ist unser Anteil an diesem Ergebnis relativ gering“, erläuterte Lutz Haschke. Aber auch die Döllnitzbahn habe in den vergangenen Jahren ihre Fahrgastzahlen deutlich steigern. Ob der millionste Fahrgast im Vorjahr zwischen Oschatz und Mügeln oder mit einer anderen sächsischen Schmalspurbahn unterwegs war, das wissen die Bahnbetreiber nicht.

Von Axel Kaminski

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