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Sachsen trotzen Ostseebrise

Sachsen trotzen Ostseebrise

Die Ostseewellen hatten gegen den sächsischen (Abwehr-) Sand lange Zeit ein leichtes Spiel, doch am Ende siegte der SHV Oschatz gegen den Rostocker HC 34:28 (13:15).

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Die SHV-Spielerinnen (schwarz/gelbe Trikots) Maria Häußler (verdeckt), Franziska Staffe, Ivana Vujica, Anja Heine und Carmen Schneider (v.l.) haben alle Hände voll zu tun, um die Mädchen von der Ostseeküste zu besiegen.

Quelle: Dirk Hunger

Von Kerstin Staffe

 

Engagiert, mit Tempo und Ballsicherheit setzten sich die Dolphins aus Rostock nach dem 3:3 (9. Minute) Tor um Tor ab. Kräftig unterstützt wurden die Gäste dabei von zahlreichen Ballverlusten des SHV-Teams. Beim Stand von 4:9 (17.) konnte es einem schon Angst und Bange um die Oschatzerinnen werden. Bis dahin hatten sie bereits neunmal den Ball verloren und konnten froh sein, dass die Gäste nicht noch mehr daraus gemacht hatten. SHV-Trainerin Jana Delor versuchte, mit einer Auszeit wieder Ordnung in die eigenen Reihen zu bekommen, aber es half vorerst nur kurzzeitig. Selbst in Unterzahl konnten die Rostockerinnen weiter Boden gut machen. Es fehlte jegliche Aggressivität in der Abwehr der Oschatzerinnen. Mit 8:14 lag der SHV fünf Minuten vor der Halbzeitpause zurück. Das war dann wohl doch das Signal zum Aufwachen, denn plötzlich waren die Buhnen zum Wellenbrechen da. Jetzt konnte man auf allen Positionen von einer Deckung sprechen. Jetzt wurde im Angriff druckvoll und überlegt gespielt. Und jetzt konnte das alles auch in Treffer umgemünzt werden. Bis zum Pausenpfiff konnte der SHV sich noch auf ein akzeptables 13:15 heranarbeiten.

 

Die Kabinenansprache von Jana Delor war mit Sicherheit kein Loblied auf das Spiel ihrer Mannschaft bis dahin: "Ich habe meine Spielerinnen gefragt, ob sie wohl heute die weite Anreise hatten. Offenbar haben sie darüber nachgedacht!", kommentierte sie nach dem Spiel ihre Pausenworte. Den Gästen bekam der Pausentee nicht so gut. Sie waren wohl über ihre eigene gute Leistung im ersten Durchgang erschrocken, denn plötzlich machten sie die Fehler in Massen und boten so dem SHV die Chance, ins Spiel zurückzufinden. Beim 16:15 (35.) gelang die erste SHV-Führung seit der fünften Minute - und die wurde gleich noch unter Mithilfe der Gästebank ausgebaut. Gegen diese wurde eine Zwei-Minuten-Strafe ausgesprochen. Rostocks Trainer schickte daraufhin eine Spielerin, die bereits mit zwei Zeitstrafen belastet war, in die dritte Runde und damit unter die Dusche. Eingefangen hatte er sich die Zeitstrafe aber selber. Die Oschatzerinnen nutzten den Platz auf dem Feld, um sich auf 20:17 davon zu machen. Aber Ruhe wollte noch keine einkehren. Die Gäste machten das Spiel wieder spannend und glichen in der 43. Minute zum 20:20 aus.

 

Das SHV-Team kämpfte und wurde von seinen Fans bestens unterstützt. Carmen Schneider war es vorbehalten, die Gastgeber wieder mit drei Treffern zum 27:24 (52.) in Front zu bringen. Dieser Treffer muss besonders erwähnt werden, da es der 200. in der laufenden Punktspielsaison für die Oschatzer Torjägerin war. Insgesamt traf Carmen Schneider in dieser Begegnung 13-mal. Jetzt hatten die SHV-Frauen genügend Selbstvertrauen in ihr Spiel gefunden und ließen sich durch den immer wieder erzielten Anschlusstreffer der Gäste nicht mehr verunsichern. Stefanie Böhm traf in der Schlussphase von der Außenposition mit einem schönen Heber zum 29:27, Katrin Miersch parierte den nächsten Rostocker Angriff, und Carmen Schneider traf vom Punkt zum 30:27. Die letzten Minuten gehörten dem SHV, der es jetzt auch noch verstand, selbst zu kontern, nachdem die Mannschaft in Halbzeit eins mehrfach ins offene Gästemesser gelaufen war.

 

Es war ein hartes Stück Arbeit gegen die Gäste aus Rostock, aber der Kampf hat sich gelohnt. Gespannt wurde auch die zweite Partie des Tages verfolgt. Der HC Rödertal besiegte den SV Henstedt-Ulzburg und steht damit vorzeitig als Meister und Aufsteiger in die zweite Bundesliga fest. Herzlichen Glückwunsch von der Döllnitz an die Röder!

 

Oschatz: Miersch; Heine, Schneider (13/4), Ganske (2), Staffe, Häußler (5), Böhm (1), Vujica (5/1), Wiersma (5), Ackermann (3), Ludwig, Wirsik.

Kerstin Staffe

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