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Oschatz Sächsische Landunion besucht Wermsdorfer Forst
Region Oschatz Sächsische Landunion besucht Wermsdorfer Forst
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06:00 30.10.2018
Forstbezirksleiter Andreas Padberg (3.v.l.) stellt den Mitgliedern der sächsischen Landunion bei der Expedition im Wermsdorfer Wald das Schwarzwildgatter bei Seelitz vor. Quelle: Foto: Jana Brechlin
Wermsdorf/Collm/Seelitz

Mitglieder der sächsischen Landunion haben sich gestern in Wermsdorf getroffen und anschließend eine Forstexpedition durch den Wald unternommen. „Wir sind einmal im Jahr gemeinsam unterwegs, besuchen aber auch Kommunen, Vereine oder Bürgermeister“, beschrieb Peter Jahr, Europaabgeordneter und Vorsitzender der Landunion.

Diese sei eine vor-politische Vereinigung, in der sich Menschen finden, die sich für den ländlichen Raum engagieren. Das sind CDU-Mitglieder und Politiker, aber die Parteizugehörigkeit sei keine Voraussetzung, betonte er. Neben Jahr gehörten auch Bundestagsabgeordneter Marian Wendt, Landtagsmitglied Georg Ludwig von Breitenbuch oder Wermsdorfs Bürgermeister Matthias Müller (alle CDU) zu den Teilnehmern. Dass die Mitglieder für ihre Exkursion in diesem Jahr die Region ansteuerten, hat mit einer Auszeichnung zu tun: Die Landunion war dem Ruf des „Waldgebiet des Jahres“ gefolgt – ein Titel mit dem sich 2018 der Wermsdorfer Wald schmücken kann.

Die sächsische Landunion zur Exkursion im Wermsdorfer Wald. Quelle: Jana Brechlin

Fostbezirksleiter Andreas Padberg stellte den Besuchern Aufforstungsflächen, Ziele wie das Zinkernageldenkmal oder die 1000-jährige Linde in Collm vor und präsentierte das Schwarzwildgatter bei Seelitz. In dem Übungsgatter werden jährlich 250 Hunde für die Jagd auf Schwarzwild ausgebildet. Hier habe auch die Politik ein Interesse an guter jagdlicher Arbeit, lobte Georg Ludwig von Breitenbuch das Engagement für die Jagdhundeausbildung. Gerade angesichts der Bemühungen, die Afrikanische Schweinepest einzudämmen, müsse weiter daran gearbeitet werden, die Abschussquoten zu erhöhen. „Vor ein bis zwei Generationen war es noch üblich, jeden Abend auf dem Hochsitz zu verbringen. Das macht heute aber keiner mehr“, beschrieb er. Man brauche Jäger und die professionell organisierten Drückjagden in großen Gebieten, um einer steigenden Population zu begegnen. Über eine Abschussprämie sei im Freistaat auch diskutiert worden, man habe diese jedoch verworfen, weil die Abwicklung – angefangen beim Nachweis – mit sehr großem Aufwand verbunden sei.

Forstbezirksleiter Andreas Padberg betonte, mit den herbstlichen Drückjagden stelle man die Weichen für das kommende Jahr in der Landwirtschaft: Weil sich das Schwarzwild gerne über Feldfrüchte wie Mais hermache, seien diese Flächen gefährdet. Doch nicht allein auf den Feldern machen die Wildschweine Schäden, zunehmend erfahre man auch von Problemen aus bewohnten Gebieten. „Ich unterhalte mich öfter mit Bürgermeistern über Schäden durch Schwarzwild an kommunalen Sportplätzen“, nannte Padberg ein Beispiel.

Von Jana Brechlin

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