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Oschatz Säure-Attacke am Oschatzer Fahrkartenautomaten war ein Einzelfall
Region Oschatz Säure-Attacke am Oschatzer Fahrkartenautomaten war ein Einzelfall
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12:23 18.08.2016
Polizei und Feuerwehr waren nach der Ätz-Attacke am Sonnabend am Bahnhof Oschatz im Einsatz. Quelle: Dirk Hunger
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Oschatz

Die Verletzung einer 16-jährigen Jugendlichen durch Säure an einem Fahrkartenautomaten am Bahnhofsgebäude Oschatz war ein Einzelfall. Davon geht die Bundespolizei aus, die für Ermittlungen auf Bahnanlagen zuständig ist. „Wir haben nach der Straftat am Sonnabend die anderen Fahrkartenautomaten in der Umgebung kontrolliert – und nichts gefunden“, sagte Yvonne Manger, Pressesprecherin der Bundespolizei, am Donnerstag auf OAZ-Anfrage.

Bei der Vernehmung der betroffenen Jugendlichen durch Beamte der Bundespolizei habe sich der Tatablauf so dargestellt: Die 16-Jährige entnahm am Sonnabendvormittag ihre Fahrkarte dem Ausgabeschacht des Automaten und kam dabei mit einer ätzenden Flüssigkeit in Berührung. Sie griff sich anschließend ins Gesicht, wobei auch ihre Augen mit der Säure in Berührung kamen. Ob es sich bei der Flüssigkeit tatsächlich um Reizgas gehandelt hat, steht immer noch nicht fest. „Die Probe befindet sich noch zur Auswertung im Labor“, so Manger. Mit einem Ergebnis sei vermutlich Anfang der nächsten Woche zu rechnen.

Die 16-Jährige wurde nach dem Kontakt mit der Säure vor Ort ambulant behandelt, dann aber sicherheitshalber in die Augenabteilung der Uniklinik nach Leipzig gebracht. Dort wurde sie ambulant versorgt und konnte noch am Sonnabendnachmittag die Klinik verlassen. An dem Fahrkartenautomaten wurden keine Spuren von Gewalteinwirkung gefunden.

Von Frank Hörügel

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