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Oschatz Säureattacke auf Oschatzer Bahnhof: Ermittlungen eingestellt
Region Oschatz Säureattacke auf Oschatzer Bahnhof: Ermittlungen eingestellt
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13:58 13.12.2016
Spezialisten untersuchen den Fahrkartenautomaten.  Quelle: Dirk Hunger
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Oschatz

 Vier Monate nach einer Säureattacke an einem Fahrkartenautomaten auf dem Oschatzer Bahnhof hat die Leipziger Staatsanwaltschaft die Einstellung der Ermittlungen bestätigt. Ein Anfangsverdacht gegen zwei 26 und 29 Jahre alte Männer habe sich nicht so weit erhärtet, dass es für eine Anklage gereicht hätte, teilte Staatsanwältin Jana Friedrich mit. Deshalb sei das Ermittlungsverfahren gegen die beiden Tatverdächtigen eingestellt worden.

Bei dem Vorfall waren am 13. August dieses Jahres ein achtjähriger Junge und eine 16-jährige Jugendliche verletzt worden. Sie hatten durch eine Flüssigkeit Reizungen an den Augen und im Gesicht erlitten, als sie Fahrkarten aus dem Automaten zogen. Feuerwehr und Bundespolizei untersuchten den Automaten und schalteten dazu die Oberleitung ab. Der Bahnverkehr auf der Strecke war etwa 30 Minuten unterbrochen.

Wie sich später herausstellte, handelte es sich bei der Flüssigkeit um Reizgas. Bei einer Laboranalyse waren in den entnommenen Proben Bestandteile von Pfefferspray gefunden worden. Das Reizgas sei auf den Automaten sowie in den Ausgabeschacht für die Tickets gesprüht worden, teilte die Ermittler damals mit. Nachdem die Opfer die Fahrkarten entnommen hatten, hatten sie sich ins Gesicht berührt, so dass die Reizungen auftraten.

Die 16-Jährige wurde nach dem Kontakt mit der Flüssigkeit zunächst vor Ort ambulant behandelt, dann aber sicherheitshalber in die Augenabteilung der Uniklinik nach Leipzig gebracht. Dort wurde sie ambulant versorgt. Im Fall des Achtjährigen kühlte die Mutter die Augen des Jungen, worauf sich die Beschwerden leicht besserten – sie suchten daher zunächst keinen Arzt auf. Erst als die Mutter in der Zeitung vom Vorfall der 16-jährigen Geschädigten las, meldete sie sich bei der Polizei.

Von LVZ

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