Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 9 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Säureattacke auf Oschatzer Bahnhof: Ermittlungen eingestellt

Reizgas im Fahrkartenautomat Säureattacke auf Oschatzer Bahnhof: Ermittlungen eingestellt

Die Ermittlungen nach einer Säureattacke an einem Fahrkartenautomaten auf dem Oschatzer Bahnhof sind eingestellt. Das bestätigte jetzt die Leipziger Staatsanwaltschaft. Ein Anfangsverdacht gegen zwei junge Männer habe sich nicht so weit erhärtet, dass es für eine Anklage gereicht hätte.

Spezialisten untersuchen nach der Attacke den Fahrkartenautomaten.
 

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz.  Vier Monate nach einer Säureattacke an einem Fahrkartenautomaten auf dem Oschatzer Bahnhof hat die Leipziger Staatsanwaltschaft die Einstellung der Ermittlungen bestätigt. Ein Anfangsverdacht gegen zwei 26 und 29 Jahre alte Männer habe sich nicht so weit erhärtet, dass es für eine Anklage gereicht hätte, teilte Staatsanwältin Jana Friedrich mit. Deshalb sei das Ermittlungsverfahren gegen die beiden Tatverdächtigen eingestellt worden.

Bei dem Vorfall waren am 13. August dieses Jahres ein achtjähriger Junge und eine 16-jährige Jugendliche verletzt worden. Sie hatten durch eine Flüssigkeit Reizungen an den Augen und im Gesicht erlitten, als sie Fahrkarten aus dem Automaten zogen. Feuerwehr und Bundespolizei untersuchten den Automaten und schalteten dazu die Oberleitung ab. Der Bahnverkehr auf der Strecke war etwa 30 Minuten unterbrochen.

Wie sich später herausstellte, handelte es sich bei der Flüssigkeit um Reizgas. Bei einer Laboranalyse waren in den entnommenen Proben Bestandteile von Pfefferspray gefunden worden. Das Reizgas sei auf den Automaten sowie in den Ausgabeschacht für die Tickets gesprüht worden, teilte die Ermittler damals mit. Nachdem die Opfer die Fahrkarten entnommen hatten, hatten sie sich ins Gesicht berührt, so dass die Reizungen auftraten.

Die 16-Jährige wurde nach dem Kontakt mit der Flüssigkeit zunächst vor Ort ambulant behandelt, dann aber sicherheitshalber in die Augenabteilung der Uniklinik nach Leipzig gebracht. Dort wurde sie ambulant versorgt. Im Fall des Achtjährigen kühlte die Mutter die Augen des Jungen, worauf sich die Beschwerden leicht besserten – sie suchten daher zunächst keinen Arzt auf. Erst als die Mutter in der Zeitung vom Vorfall der 16-jährigen Geschädigten las, meldete sie sich bei der Polizei.

Von LVZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oschatz
  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr