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Oschatz Safari mit dem Unimog zum Wermsdorfer Bisonfest
Region Oschatz Safari mit dem Unimog zum Wermsdorfer Bisonfest
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13:21 07.08.2017
Mit dem Unimog kutschierte Dietmar Sönitz (r.) die Gäste des Bisonfestes in unmittelbare Nähe seiner Herde. Quelle: Fotos: Bärbel Schumann
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Wermsdorf

Fast wie auf einer Safari kommen sich die rund 30 Mitfahrer vor, als sie auf dem Hänger des Unimog sitzend über das unebene Gelände des eingezäunten Geheges am Rande Wermsdorfs fahren. Es dauert nicht lange, bis sich an diesem Nachmittag die Bison-Herde zeigt. Kurz darauf stoppt das Fahrzeug, inzwischen in unmittelbarer Nähe der Tiere angekommen. Dietmar Sönitz steigt aus und beginnt, über seine Bisons zu erzählen. Die kleine „Safari-Tour“ gehört zu den Angeboten des Bisonfestes, das Veterinär Dietmar Sönitz gemeinsam mit seiner Frau zum 5. Mal organisiert hat. Neben kulinarischen Angeboten rund um das Fleisch der eigentlich in der nordamerikanischen Steppe ihren Ursprung habenden Wildtiere, gibt es auch durch Vereine Einblicke in die indianische Kultur, können Interessierte sich im Goldwaschen und anderen ungewöhnlichen Angeboten ausprobieren.

Fahrten durch die 40 Hektar große Gehegeanlage

Doch das Besondere am Wermsdorfer Bisonfest sind die Fahrten durch einen Teil der fast 40 Hektar großen Gehegeanlage und den Ausführungen von Dietmar Sönitz. .

Rund 60 Tiere umfasse derzeit seine Herde, erzählt er den Besuchern. Während die Blicke der Mitfahrer auf die Bisons gerichtet ist. Seit 2002 hat der Tierarzt sich diesen Tieren verschrieben, acht waren es am Anfang. Inzwischen ist aus dem Hobby ein landwirtschaftlicher Nebenerwerb geworden. Doch wenn man Dietmar Sönitz zuhört, merkt man schnell, dass diese Bisons für ihn eine Leidenschaft sind. Und so erfahren die Mitfahrer des Unimoggefährts, dass Bulle Bruno, der in seiner stattlichen Erscheinung eher Angst einflößend wirkt, ein ganz lieber sei und inzwischen 18 Jahre alt ist. Gut eine Tonne Gewicht hat er. Die weiblichen Tiere bringen es dagegen nur auf rund 600 Kilogramm. „Bis zu 30 Jahre alt können Bisons werden“, erzählt der Chef des Bison-Geheges.

Bulle Bruno wiegt eine Tonne

Derzeit hat Bruno viel in der Herde zu tun. Es ist Brunstzeit, die Kühe werden gedeckt. Im Mai kann dann wieder mit Nachwuchs in der Herde gerechnet werden. „Wenn ein Hausrind geboren wird, so hat ein Kälbchen ein Gewicht von 40 Kilo bei der Geburt. Der Bison-Nachwuchs bringt es lediglich auf die Hälfte.“ Unvorstellbar, denkt beim Anblick der vielen stattlichen Tiere mancher der Mitfahrer. Viel hat Dietmar Sönitz zu erzählen, vermittelt Wissen, das nicht nur beeindruckt, sondern auch nützlich ist. Denn immerhin zählt das Fleisch der Bisons zu den fett- und cholesterinärmsten. Gerade mal 120 Kilokalorien haben 100 Gramm des Fleisches. Ein Hausrind bringt es 210, ein Huhn 167 Kalorien.

Im Wermsdorfer Gehege werden die Tiere das ganze Jahr auf der Weide gehalten, ernähren sich von Gras und Heu. Für den Tierarzt ist es selbstverständlich, dass er seine Bisons biologisch hält, deshalb auf der Weide auch keine Pestizide gegen Unkräuter zum Beispiel zum Einsatz kommen.

Von Bärbel Schumann

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