Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Saisonstart im Bauernmuseum Schmannewitz
Region Oschatz Saisonstart im Bauernmuseum Schmannewitz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:34 06.04.2016
Lothar Herbst aus Geithain kennt die vielen landwirtschaftlichen Geräte im Schmannewitzer Bauernmuseum noch aus eigener Kindheit und aus seinem Berufsleben, wie er Bärbel Schäfer beim Rundgang erläutert. Quelle: Foto: Dirk Hunger
Anzeige
Schmannewitz

Im bäuerlichen Museum Schmannewitz hat die diesjährige Besuchersaison begonnen. Bärbel Schäfer, Mitglied im Schmannewitzer Verschönerungsverein, führt jetzt wieder Gäste ehrenamtlich durch die Räume und Werkstätten des Museums. „In dieser Woche hatten wir bereits die ersten Reisegesellschaften aus Leipzig und dem Raum Halle hier, die ich durch unsere Räume führen konnte, ehe sie mit dem Heideexpress wieder nach Reudnitz fuhren“, erzählt die Schmannewitzerin stolz. Und sie fügt hinzu, dass das Museum ehrenamtlich geführt und bewahrt werde. Jedes Vereinsmitglied übernimmt an einem Wochenende die Betreuung. In der Woche davor ist er dann auch für angemeldete Reisegruppen zuständig.

Vor Ostern waren die Vereinsmitglieder deshalb wieder beim großen Frühjahrsputz in Aktion. Und pünktlich bis zum Saisonstart sei endlich auch die Dielung im Vorsaal erneuert und die Wände neu gestrichen worden. „Die Stadt hat nach langem Bemühen die Materialkosten übernommen, die Arbeiten selbst haben Mitglieder des Vereins ehrenamtlich erledigt“, erzählt sie.

Historische Sammlung von Hausrat

Bei schönem Wetter am Wochenende rechnet Bärbel Schäfer mit weiterem Gästezustrom. Am vergangenen Sonnabend ließ der nicht lange auf sich warten. Kurgäste der Rehakliniken schauten vorbei, erfreuten sich an der historischen Sammlung von Hausrat und handwerklichen sowie landwirtschaftlichen Werkzeugen und Geräten. „Ich kenne viele Geräte noch aus meiner Kindheit und aus meinem Berufsleben. Ich war in der Landwirtschaft“, erzählte Lothar Herbst aus Geithain begeistert. Er hatte sich nicht nur Zeit für einen Rundgang genommen, sondern sich auch den Film angesehen. „Ich finde das alles sehr gut hier und wünsche dem Verein für die Zukunft alles Gute.“

Während drei Frauen von Raum zu Raum allein auf Entdeckungstour gingen, begann Bärbel Schäfer schon einmal über die Vorbereitungen und Traditionen für die nächste Veranstaltung des Vereins auf dem Vierseithof zu plaudern. „Am 8. Mai ist bei uns wieder Backtag“, blickte sie voraus. Dann werde der alte Bauernofen wieder angeheizt und nicht nur Brote nach alter Rezeptur gebacken. Wer ab 13 Uhr gleich kosten möchte, für den bereiten die Mitglieder selbst gemachtes Fett vor. Auch Zuckerkuchen komme dann aus dem Ofen. Altes Handwerk wie Spinnen und Schmieden könne an dem Nachmittag bestaunt werden. Zudem können die Besucher den Vereinsmitgliedern beim Buttern über die Schulter schauen. „Für die Unterhaltung gibt es aber auch noch mehr. Wer neugierig geworden ist, kommt einfach vorbei. Jeder ist bei uns willkommen“, lädt Bärbel Schäfer für den Nachmittag des 8. Mai ein.

Von Bärbel Schumann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Einst war Gotthard Deuse Bürgermeister von Mügeln, heute schraubt der 67-Jährige lieber an seinem Oldtimer-Motorrad herum. Die 1956 gebaute Sport-AWO stammt noch von seinem Vater. Und: Sie ist nicht der einzige Oldtimer im Besitz des Schwetaers.

05.04.2016

Der Wasserverband Döbeln-Oschatz will rund 200 000 Euro in die Sanierung der alten Wasserleitung in der Oschatzer Bahnhofstraße investieren. In den vergangenen Jahren gab es in diesem Straßenbereich verstärkt Rohrbrüche mit Überflutungen.. Jetzt soll die alte Leitung als DDR-Zeiten durch eine moderne Wasserleitung ersetzt werden.

05.04.2016

Der Oschatzer Künstler Joachim Zehme verbindet seine Kunstwerke oft mit Geschichten, um den Betrachter neugierig zu machen und ihnen die Einordnung in die Geschichte von Oschatz zu erleichtern. Die Interimstafel mit den zwei Mönchen in Kutten weist darauf hin, dass das noch nicht alles sein kann. „Wir haben unsere Hausaufgaben für das Lutherjahr gemacht“, sagte Zehme.

27.04.2017
Anzeige