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Oschatz Salbitzer Senser treten bei Weltmeisterschaft im friesischen Wiesmoor an
Region Oschatz Salbitzer Senser treten bei Weltmeisterschaft im friesischen Wiesmoor an
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06:00 16.06.2016
Sensenmäher aus aller Herren Länder duellieren sich ab morgen in Wiesmoor – so wie zur zurückliegenden Weltmeisterschaft in Salbitz. Quelle: Foto: dpa
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Salbitz/Wiesmoor

Mancher begeisterte Sensenmäher der Region hat seinen Urlaub extra danach ausgerichtet, hat das Wohnmobil fit gemacht und verbringt ein paar Tage im Norden Deutschlands: Am Wochenende findet im niedersächsischen Wiesmoor die 4. offizielle Weltmeisterschaft im Mähen mit der Sense statt – die nächste ihrer Art, nachdem die Salbitzer Kümmerlinge im Jahr 2012 bei der WM in ihrem Ort Maßstäbe gesetzt haben. Klar, dass einige Salbitzer um Hartmut Sander bereits ihre Sensen gewetzt haben. „Wir freuen uns alle wahnsinnig“, sagt Sander. Er hofft, in Wiesmoor etlichen Wettkämpfern wieder zu begegnen, die er nur einmal im Jahr trifft oder gar vor vier Jahren bei der WM im eigenen Ort das letzte Mal gesprochen hat. Mit fünf Mannschaften und in Einzelwettbewerben treten Salbitzer und Mannschatzer, aber auch Wettkämpfer aus dem benachbarten Baderitz, in Wiesmoor an.

Alfred Meyer erwartet zur grünen Großveranstaltung rund 120 Teilnehmer – darunter weit Gereiste aus Slowenien und dem Baskenland. Der Vorsitzende des Vereins Dorfgemeinschaft Mullberg ist Hauptorganisator des Spektakels. Als ehemaliger Bürgermeister der Stadt Wiesmoor, zu der Mullberg gehört, hat er die entsprechenden Kontakte, um eine WM zu stemmen. „Wir werden von der Stadt unterstützt, organisieren das Ganze aber komplett selbst ehrenamtlich“, so Meyer. Der 66-Jährige senst selbst bei den Senioren mit und kann auf viele Helfer aus der Umgebung bauen. „Das haben wir uns von den Salbitzern abgeschaut“, so der Friese.

Zur Erinnerung: Im Jahr 2012 hatten zur Sensen-WM in Salbitz alle Vereine der Gemeinde Naundorf dazu beigetragen, dass das Wochenende nach Himmelfahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde. Auf ähnliche Impulse hofft man nun auch in Wiesmoor. Die Stadt, mit knapp 13 000 Einwohnern etwa so groß wie die Stadt Oschatz, kam zur Weltmeisterschaft im Mähen mit der Sense wie die Jungfrau zum Kinde. „Hieß es nach der Auflage in Salbitz noch, die nächste WM findet in Polen statt, zerschlug sich das irgendwann. Der federführende Sensenmäher dort verstarb plötzlich, so dass ein neuer Ort gefunden werden musste. Erst brachte man die Murrtaler in Baden-Württemberg ins Spiel, dann schließlich uns“, erinnert sich Alfred Meyer. Da die Schwaben aber bereits eine WM ausgetragen hatten, war sehr schnell klar, wo der Hase lang läuft.

Als die Entscheidung gefallen war, intensivierte sich der Kontakt zwischen Wiesmoor und Salbitz. Schließlich hatte man an der Nordseeküste die Wettbewerbe in Sachsen noch in guter Erinnerung. „Wir eifern Salbitz nach, haben genau wie damals extra eine drei Hektar große Fläche ausgesucht und die Parzellen dort angelegt.“ Ein klein wenig Erfahrung bringen die Wiesmoor-Mäher aus dem Jahr 2001 mit. Damals stemmten sie eine nationale Meisterschaft – dank der offenen Ausschreibung bereits mit internationaler Beteiligung. Vor 15 Jahren oblag die Durchführung noch dem Tourismusbüro der Stadtverwaltung. Am 17. und 18. Juni ist Wiesmoor wieder fest in Sensenmäherhand. Alfred Meyer wünscht sich dafür bestes Wetter – „Geregnet hat es bei uns die letzten Tage ausreichend.“ – ,gut gelaunte Wettkämpfer und dass alle am Sonntag zufrieden wieder den Heimweg antreten.

Von Christian Kunze

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