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Oschatz Sangesfreudige Oschatzer gesucht
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Nach den Noten von Bach erklingt das Weihnachtsoratorium am 5. Dezember in der St. Aegidienkirche. Quelle: Montage: Patrick Moye
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Oschatz

Gesangsunerfahrene können beim Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach mit auf der Bühne stehen. "Wir wollen die Chance bieten, Kultur nicht nur zu hören, sondern zu erleben", erklärt Kantor Matthias Dorschel den Ursprung des Projekts. Es stand die Frage im Raum, welches Stück dafür genommen werden soll. "Etwas, das jeder kennt und das auch leichte Passagen bietet", erklärt der Kantor die Überlegungen. Die Wahl fiel auf das Weihnachtsoratorium.

Die Kurrende und die verstärkte Kantorei sind schon fleißig am Proben, die Anfänger im Singen werden diese bei den entsprechenden Passagen unterstützen. Es ist dafür weder Chorerfahrung nötig, noch sind Notenkenntnisse gefragt. Sollte das Singen wider Erwarten nicht gut klappen, werden ein oder zwei Stücke weniger geübt, gibt der Kantor an.

"Dieses Projekt ist etwas Besonderes", so Dorschel. Immerhin lernen die unerfahrenen Mitwirkenden die Stücke von Grund auf - eine Vorgehensweise, die bisher laut dem Kantor der Kirchgemeinde St. Aegidien nicht üblich ist. Der große Vorteil für die mutigen Gesangsanfänger: Sie erleben die musikalische Kraft, die das Stück entfaltet, hautnah.

Insgesamt wird es für die Chorunerfahrenen drei Proben geben, am 14., 21. und 28. November jeweils von 9.30 bis 11.30 Uhr in der Klosterkirche Oschatz. Der Konzerttermin ist am Sonnabend, dem 5. Dezember, um 17 Uhr in der St.-Aegidien-Kirche Oschatz.

Die zweite Veranstaltung in der Weihnachtszeit wird von der neuen Werbegemeinschaft organisiert: gemeinsames Singen auf dem Weihnachtsmarkt. "Die Idee wurde von jemandem in den Raum geworfen, der solch ein Singen in einem kleinen Ort irgendwo in den Bergen erlebt hatte", sagt Katrin Hanel, eine der Organisatorinnen. Sie habe diese Idee dann gemeinsam mit Steven Dornbusch aufgegriffen und sich gesagt: "Das holen wir nach Oschatz." Unterstützt werden sie von verschiedenen Oschatzer Chören, die sich um den Weihnachtsbaum gruppieren werden.

"Damit jeder mitsingen kann, gibt es für einen kleinen Obolus eine Kerze und die Liedtexte", sagt Hanel. Neben dem Gesang soll es Glühwein, Kräppelchen und Bratwurst geben. Der Erlös der Veranstaltung soll für einen gemeinnützigen Zweck verwendet werden.

Am Sonnabend, dem 19. Dezember, können sich die Sänger auf dem Weihnachtsmarkt treffen. Gegen 17 Uhr geht es los - zur Einstimmung gibt es vorweg eine Weihnachtsgeschichte für Kinder und Erwachsene.

Ein weiterer Höhepunkt für die Besucher des Weihnachtssingens: Die Geschäfte haben an diesem Tag bis 18 Uhr geöffnet.

Von Andrea Schrader

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