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Sanierungsarbeiten an Gedenkwand auf dem Friedhof abgeschlossen

Sanierungsarbeiten an Gedenkwand auf dem Friedhof abgeschlossen

Im Jahr 1920 trat der Friedensvertrag von Versailles in Kraft, wurde in München die NSDAP gegründet und war das Jahr des Kapp-Putsches. Im Jahr 1920 errichteten die Oschatzer Bürger aber auch im hinteren Teil des Friedhofes eine Gedenkwand für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

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Michael Czupalla, David Pfennig, Andreas Kretschmar und Gerhard Bader (v. l.) bei der Besichtigung des Oschatzer Friedhofsareals.

Quelle: Sven Bartsch

Rund um diese Wand stehen zahlreiche steinerne Grabstelen.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg, 40 Jahren DDR und einer ruhelosen Nachwendezeit waren die Wand und die Soldatengrabsteine verfallen. Am vergangenen Dienstag, als sich Landrat Michael Czupalla (CDU), Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) sowie die beiden Fraktionsvorsitzenden David Pfennig (Grüne/SPD) und Gerhard Bader (Linke) auf dem Oschatzer Friedhof umsahen, gab es ein ganz anderes Bild. Nach fast sieben Jahren sind die Restaurierungsarbeiten an dem ehemaligen Kriegerdenkmal beendet. Und bis auf den heutigen Tag wird die Instandsetzung der Wand und der Grabsteine auch kritisch gesehen. "Diese Art von Denkmal ist nie als Ort des (Nach-)Denkens und schon gar nicht als Mahnung für das Leben angelegt worden", kritisiert Peter Streubel von der Linkspartei. Mit seiner Meinung liegt Streubel nicht weit von den Auffassungen von Kretschmar und Czupalla entfernt. "Aber ich halte nicht viel von Bilderstürmerei. Wir müssen diese Erinnerungsstätte unbedingt im Kontext der damaligen Zeit sehen", meint Czupalla. Und auch Oberbürgermeister Andreas Kretschmar hätte es nicht für angemessen gehalten, dieses Areal des Friedhofes weiter verfallen zu lassen. So wurden schon im Jahr 2006 die ersten Planungen für die Wiederherstellung des Areals begonnen. Im Jahr 2007 wurde mit Unterstützung des Bundes die Grabsteine erneuert und insgesamt rund 67 000 Euro ausgegeben. Danach wurde für mehr als 8500 Euro die alten Eisentafeln wieder hergerichtet, dafür wurden über das Landratsamt Mittel des Denkmalschutzes ausgereicht.

 

Die größte Arbeit bereitete die Sanierung der Gedenkwand, die 134 000 Euro gekostet hat. Dabei wurde die Stadt Oschatz finanziell vom Freistaat Sachsen unterstützt. Außerdem hatte die Sparkassenstiftung 10 000 Euro bereitgestellt.

Hagen Rösner

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