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Schachspieler steigen auf

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Für die Spieler des SV Fortschritt Oschatz ging es am letzten Spieltag der Saison um den Aufstieg. Da die Oschatzer im Januar spielfrei hatten, konnten zwei Verfolgerteams mit ebenfalls sieben Mannschaftspunkten aufschließen.

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Stefan Apitz (r.) muss seine Partie gegen Leipzig aufgeben, hat aber wieder viele Erfahrungen gesammelt. Michael Schröter (Mitte) gewinnt sein Spiel. Links Nachwuchsspieler Philipp Schwemmer.

Quelle: Dirk Hunger

Die BSG Grün-Weiß Leipzig zog sogar mit einem Brettpunkt (Feinwertung) vorbei.

 

Der Tabellenführer aus Leipzig traf am letzten Spieltag auf den Tabellendritten Fortuna. Das war für die Oschatzer eine wichtige Begegnung. Sollten die beiden punktgleichen Vertretungen Unentschieden spielen, dann wäre Oschatz mit einem Mannschaftssieg der Aufstieg sicher. Bei einem Sieg von einem der beiden Kontrahenten, müsste Oschatz ebenfalls gewinnen. Jetzt würde aber die Anzahl der erreichten Brettpunkte entscheiden. Somit war das Ziel für Oschatz klar: nicht nur gewinnen, sondern auch an vielen Brettern Punkte holen.

 

Der SV Fortschritt Oschatz bestritt das Finalspiel beim Gastgeber Schachgemeinschaft Leipzig 11. Da bei den Leipzigern ein Spieler abgesagt hatte, mussten sie ein Brett freilassen. Oschatz ging bereits zu Beginn des Wettkampfes mit einem Punkt in Führung. Michael Schröter konnte seinen Gegner am ersten Brett schnell überspielen und gewann frühzeitig Material, wonach sein Gegner aufgab. Sportfreund Schröter blieb mit vier Siegen und zwei Unentschieden in der Saison ungeschlagen.

 

Als nächster beendete Lutz Bruchertseifer am achten Brett seine Partie - ebenfalls mit einem Sieg. Besonders überraschend war der schnelle Erfolg, da der junge Gegner verschlafen hatte und eine halbe Stunde zu spät kam. Bruchertseifer blieb auch ungeschlagen im Wettkampfjahr. Er erreichte in vier Partien zwei wichtige Siege und zwei Unentschieden.

 

Günter Ackermann spielte für die Oschatzer am sechsten Brett. Nachdem er die Initiative seines Gegners neutralisieren konnte, einigten sich die Kontrahenten auf ein Remis. Die Saison lief für Ackermann mit drei Unentschieden und zwei Niederlagen nicht überragend. Aber ein Spieler von seinem Kaliber lässt sich von einem Formtief nicht abschrecken und wird nächste Saison erneut sein Bestes geben.

 

Ebenfalls eine Punkteteilung erreichte Rolf Andrä am vierten Brett. Sein sehr junger Gegner begann einen interessanten Angriff auf den König, der aber von Andrä erfolgreich abgewehrt werden konnte. Da es für beide kein Weiterkommen gab, einigte sie sich auf ein Remis. Rolf Andrä spielte eine solide Saison mit drei Unentschieden und zwei Erfolgen.

 

Etwas unter Druck geriet Hans-Jürgen Turowski am fünften Brett. Er büßte im Laufe der Partie einen Bauer ein, konnte aber im Endspiel seinen unerfahrenen Gegner ausspielen und einen Sieg einfahren. Turowski holte in dieser Saison zwei von drei Punkten, was ein sehr gutes Resultat darstellt.

 

Einen der spannendsten Vergleiche spielte Thomas Malik am zweiten Brett. Sein sehr junger Gegner - die SG Leipzig stellte viele Nachwuchsspieler auf - machte ihm das Leben sehr schwer und setzte ihn dauerhaft unter Druck. Es war lange Zeit ungewiss, wie die Partie enden wird. In Zeitnot übersah der Leipziger Nachwuchsspieler aber einen Zug und musste kurz darauf aufgeben. Trotzdem bekam er für seine starke Leistung großen Respekt von allen Schachfreunden gezollt. Für Malik lief die Saison überragend - fünf Siege aus fünf Partien. Sein kämpferischer Spielstil zahlte sich am Ende aus.

 

Damit verblieb noch die Partie am siebten Brett, welche der Oschatzer Nachwuchsspieler Stefan Apitz bestritt. Der Fortschritt-Spieler konnte seinen Gegner über lange Zeit unter Druck setzen, verlor dann aber etwas den Faden und büßte Material ein. Danach übersah er die Rettung in ein Unentschieden und musste die Partie aufgeben. Für junge Spieler sind lange Partien sehr schwer, da die Konzentration schnell nachlässt. Stefan Apitz kann aber aus seiner Partie viel mitnehmen, das ihm in Zukunft weiterhelfen wird.

 

Damit besiegte der SV Fortschritt Oschatz die Schachgemeinschaft Leipzig 11 mit 6:2. Da die BSG Grün-Weiß Leipzig verlor, konnten die Oschatzer die Tabellenführung erneut holen und steigen in die 1. Bezirksklasse auf.

Michael Schröter

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