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Scharfer Blick in kranke Gelenke: Oschatzer Klinik hat jetzt ein MRT-Gerät

Scharfer Blick in kranke Gelenke: Oschatzer Klinik hat jetzt ein MRT-Gerät

Dieses "Baby" wiegt sechs Tonnen, kostet mit erfolgtem Umbau eine siebenstellige Summe und hat einen IQ, der nicht so leicht zu toppen ist: Gemeint ist das Magnetresonanztomographie (MRT)-Gerät, das gestern in den neuen Räumen der radiologischen Praxis eingebaut wurde.

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Dr. Steffen Klengel freut sich über das neue MRT-Gerät. Das ist auch für ihn ein großer Tag. Und der muss unbedingt dokumentiert werden.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. von gabi liebegall

 

Nun muss es nur schnell "erwachsen" werden, sprich für seine Funktion ausgerüstet sein, damit die Patienten etwas davon haben. Nach einem Probelauf soll ab 8. Juli mit den Untersuchungen begonnen werden.

 

"Der Kampf hat lange gedauert, aber jetzt ist das vergessen", sagte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) als Vorsitzender des Aufsichtsrat des Krankenhauses. "Wir haben die Voraussetzungen geschaffen, damit sich die radiologische Praxis in unserer Collm-Klinik einmieten kann", sagte er.

 

Ein Schwertransport hatte das MRT-Gerät aus der Siemens-Stadt Erlangen nach Oschatz gebracht. Dafür brauchten die Fachkräfte 4,5 Stunden. Sie waren es auch, die das Gerät vom Laster an seinen Standort im Krankenhaus manövriert haben. Per Hydraulik bekam das Gerät Rollen als "Füße", danach ging es über die Fahrzeugrampe, die sechs Tonnen tragen konnte, zu Boden. Das setzte nicht nur ein hohes Wissen voraus, sondern vor allem Geduld. Jeder Handgriff musste sitzen. Aber das Team des Transportes ist erfahren, denn sie fahren grundsätzlich Schwertransporte, auch für Siemens. Dr. Klengel kam ins Schwärmen. "Das ist das Beste vom Besten", freute er sich und erklärte die Funktionen des Kolosses. Es könnten sehr viel mehr Spezial-Untersuchungen durchgeführt werden, zum Beispiel für die Orthopädie. Wenn es um ein Gelenke geht, sind die Untersuchungen einfach genauer. Bei einer kranken Galle muss jetzt kein Schlauch mehr geschluckt werden, und für die typische Männererkrankung kann das Gerät ebenso eingesetzt und noch genauere Ergebnisse erzielt werden. Klug ist das Gerät auch. "Es erkennt Patienten, die schon einmal zur Untersuchung waren. Das verbessert die exakte Vergleichbarkeit der Untersuchungen, zum Beispiel bei Tumor-Erkrankungen", so Klengel.

 

Dafür ist es Voraussetzung, dass die höchste Magnetfeld-Homogenität gewährleistet wird. Deshalb mussten die dafür notwendigen Räume auch speziell ausgerüstet werden. Ausgesucht wurden dafür die Zimmer der früheren Orthopädie im Krankenhaus-Anbau, war von Geschäftsführerin Trudel zu erfahren. "Es gibt zwei separate Zugänge: für die ambulanten und die Klinik-Patienten." Übrigens. Geleitet wird die Oschatzer MRT-Abteilung von Dr. Sylke Sempf. Als das Gerät auf dem Boden stand, fiel Dr. Klengel der sprichwörtliche Stein vom Herzen. Nun musste es genau auf den Zentimeter an seinen Standort gebracht und die dazugehörigen Geräte wie Computer angeschlossen werden.

 

© Kommentar

Liebegall, Gabi

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