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Oschatz Schatz gehoben: Bunter Abend zur Schlössernacht in Wermsdorf
Region Oschatz Schatz gehoben: Bunter Abend zur Schlössernacht in Wermsdorf
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15:42 19.05.2015
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Wermsdorf

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Von Jana Brechlin

"Wir wollen die Einwohner und vor allem die Besucher darauf aufmerksam machen, was für einen Schatz wir hier haben", lud Bürgermeister Matthias Müller (CDU) die Gäste ein. Sehr viele Menschen würden mit tollen Ideen dazu beitragen, das Alte Jagdschloss in der Ortsmitte und das Schloss Hubertusburg zu beleben.

Federführend dabei war erneut der Förderverein 800 Jahre Wermsdorf, und Unterstützung für den unterhaltsamen Abend kam von der Volksbank Riesa, deren Mitarbeiter sich stilecht in historischen Kostümen mit eigenem Stand vor dem Alten Jagdschloss präsentierten. Nach der offiziellen Eröffnung durch die Malkwitzer Schützen, die mit einem Kanonendonner die Besucher begrüßten, meldete sich auch Wolfgang Köhler vom Vorstand des Freundeskreises Schloss Hubertusburg zu Wort. Der Verein sei nur ein kleiner Baustein, wolle aber dennoch zum Gelingen des Abends beitragen, sagte er und stapelte damit tief: Tatsächlich zog Hubertusburg bis in die späten Abendstunden immer wieder Neugierige an, die an Führungen teilnahmen und Ausstellungen besuchten oder den Musikern lauschten, die an verschiedenen Stellen des Areals unterhielten.

"Seit Jahren habe ich mir vorgenommen, Schloss Hubertusburg zu besuchen. Schließlich fahre ich jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit Richtung Dresden ganz nah daran vorbei", bekannte Thomas Manske aus Grimma freimütig. Jetzt endlich habe er die Gelegenheit genutzt, mit Familie und Freunden einen unterhaltsamen Abend zwischen den Wermsdorfer Schlössern zu verbringen. "Alle Achtung, was die Leute hier auf die Beine stellen. Es ist bestimmt nicht leicht, etwas zu organisieren, da das ganze Gelände ja recht weitläufig und nicht sonderlich kompakt ist", schätzte er ein.

Das gelang am Sonnabend in Wermsdorf jedoch sehr gut: Viele Akteure sorgten dafür, dass die Schlössernacht entspannt und abwechslungsreich wurde. Dabei gab es auch Überraschungen für die Organisatoren selbst. Etwa als es den Gästeführern des Freundeskreises Schloss Hubertusburg gelang, den Leipziger Chor Gospeltrain kurzfristig für ein kleines Konzert zu gewinnen. Die jungen Musiker waren gerade zu Besuch in der katholischen Gemeinde und sagten spontan Auftritte in der Schlosskapelle und dem Ovalsaal zu. Auf dem Platz davor drangen zur blauen Stunde Swing-, Jazz- und Klassikklänge in den Abendhimmel, während im Kultursaal vor allem das Rattern kleiner Züge zu hören war. Hier hatten die Modellbahnfreunde aus Glossen in einem großen Rund die komplette Strecke des Wilden Robert in einer Miniaturlandschaft aufgebaut. Fast fünf Tage hatten die Vereinsmitglieder damit zu tun, Schienennetze passgenau aneinander zu fügen. Der Aufwand soll sich lohnen, deshalb ist die Schau im Hubertusburger Kultursaal noch bis zum 17. Mai täglich bis 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Viel zu sehen gab es auch rund um das Alte Jagdschloss in der Ortsmitte: Gleich zwei Ausstellungen, das Archiv des Heimatvereins, Führungen und Vorträge warben hier um Gäste. Zudem war der Schlosshof zu einem riesigen Freisitz geworden, auf dem sich Wermsdorfer und Besucher bei Flammenkuchen und Waldmeisterbowle eine Pause gönnten. Dafür hatte der neunjährige Finn keinen Blick. "Ich bin heute ein Ritter", verkündete der Enkel von Brigitte Mierau stolz. Am Stand der ASB-Kita Sterntaler legte Finn die passende Rüstung an. "Hoffentlich geht der Abend nicht zu Ende", wünschte er sich. Hunderte Besucher dachten wohl ähnlich und amüsierten sich - bis spät abends ein Wolkenbruch zur Heimkehr trieb.

Jana Brechlin

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