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Oschatz Schaurig-schöner Spaß für Kinder in Stadtbibliothek
Region Oschatz Schaurig-schöner Spaß für Kinder in Stadtbibliothek
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16:01 04.11.2018
Zum zweiten Mal waren Mügelner Kinder zur Gruselnacht in die Stadtbibliothek eingeladen. Quelle: Foto: Bärbel Schumann
Mügeln

Plötzlich sitzt sie da. Schwarz der Körper mit den langen Beinen. Die Augenpaare der Kinder in der Mügelner Stadtbibliothek sind auf sie gerichtet. Lisa, auf deren Hand die Spinne Platz genommen hat, zeigt sich entsetzt. Gekreische um sie herum. Die Achtjährige spielt tapfer mit, als wäre das Tier echt und sie würde sich fürchten. Nicht mal ihre Zwillingsschwester hat gemerkt, dass alles nur Theater ist. Eine kleine Genugtuung für Lisa und die Organisatoren des Gruselabends in der Mügelner Stadtbibliothek. Als alle aufgeklärt sind und sich keiner vorerst fürchten muss, nimmt das geplante Programm seinen Lauf.

Fünfundzwanzigfaches Gruselabenteuer

Zum zweiten Mal nach der Premiere im Vorjahr hat Stadtbibliothekarin und Kulturmanagerin Kerstin Helbig einen Gruselabend für Kinder organisiert. „Im Vorjahr kamen über 30 Mädchen und Jungen, das waren einfach für unser Programm und die Räume der Bibliothek zu viele. Deshalb wurde die Teilnehmerzahl diesmal auf 25 begrenzt und wir baten um Anmeldung“, so Helbig. Und noch etwas war anders: Die als Hexen, Vampire, Horrorclowns, Zauberer und andere Wesen kostümierten Kinder blieben unter sich. Die Eltern wurden vorübergehend nach Hause geschickt.

Spannenden Geschichten gelauscht

Schwer fiel das den Kindern nicht, denn schon bei ihrem Eintritt waren sie mächtig gespannt, was sie alles erwartete. Kein Wunder, zeigte sich das Bücherreich verzaubert. Riesige Spinnenweben hingen von manchem Möbelstück herab. Zwischen den Bücherregalreihen versperrten sogar Spinnennetze den Weg. An anderer Stelle blinkten die Augen einer Eule zur Begrüßung. Manchmal entstand gar der Eindruck, als fliegen kleine Fledermäuse umher. Das war so recht nach dem Geschmack der Gäste. So lauschten sie gespannt den von Kerstin Helbig vorgelesenen Gruselgeschichten. Auch Rätsel wurden gelöst. Mit Eifer agierten die kleinen Hexen, Vampire, Fledermäuse, Zauberer und anderen Horrorfiguren beim Basteln von Gespenstern.

Gespenster zum Mitnehmen

„Das geht ganz einfach. Ihr greift Euch jetzt jeder eine der auf dem Tisch liegenden Kugeln und einen Trinkhalm, den jeder in die Kugel steckt, bis er fest sitzt“, erklärte Kristin Jarke, die Mügelns Bibliothekarin an diesem Abend unterstützte. Die weiteren Handgriffe machte sie vor und dann war es nur Minutensache, bis mit weiteren Bastelutensilien wie einer Serviette, einem Faden oder Band der Grundkörper eines kleinen Gespenstes entstand. Natürlich durften diese mit nach Hause genommen werden. Anschließend wurde gemalt und den Geschichten um die kleine Fledermaus Finettchen gelauscht.

Mit dem Nachtwächter unterwegs

Später klopfte es an der Tür. Kein Gespenst trat herein, sondern der Mügelner Nachtwächter Andreas Lobe. Er holte die Kinder zu einer nächtlichen Tour durch den historischen Teil ihrer Heimatstadt. Ehe sich der Tross aufmachte, mussten die mitgebrachten Lampions ein Licht erhalten. Wie wichtig das an diesem Abend war, merkten die Kinder schnell, als der Nachtwächter sie durch eine der schmalen und dunklen Gassen Mügelns in Richtung Altmarkt führte. Unterwegs erzählte Lobe immer wieder schaurig gruselige Episoden aus der Stadtgeschichte. Das kam an und wird noch lange, wie der ganze Abend selbst, für Gesprächsstoff in Kinderzimmern sorgen.

Von Bärbel Schumann

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