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Schiedsrichter entscheiden in der Endphase die Partie

Schiedsrichter entscheiden in der Endphase die Partie

SG Oschatz/Riesa II 28:27 (16:13). Wie oft in den Spielen zuvor, brauchten die SG-Frauen eine Weile, um ins Spiel zu finden. Die Heimsieben ging erst einmal in Führung und konnte nach dem zwischenzeitlichen 2:2 einen kleinen Vorsprung erarbeiten.

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Christin Fiddecke (l.) wird am Kreis von Kati Schmidtgen attackiert.

Quelle: Gerhard Schlechte

SSV Lommatzsch. Beim 5:2 (6. Minute) mussten die Gäste bereits aufpassen, den Anschluss nicht zu verlieren. Das schafften sie auch. Die Abwehrreihen arbeiteten jetzt besser, griffen energischer zu und hatten im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun. So fanden die überraschenden Würfe der Gastgeber aus der zweiten Reihe nicht mehr so leicht ihr Ziel. Auch die gefährlichen und platzierten Schüsse von den Außenpositionen konnten nun ein um das andere Mal durch die SG-Torhüterin entschärft werden. Dadurch gelang es, den Vorsprung der Lommatzscherinnen zu verringern. Beim 6:6 (11.) war der Ausgleich endlich geschafft. Jetzt gab es eine Begegnung auf Augenhöhe, in der die Führung ständig wechselte. Vom 8:8 (16.) entwickelte sich das Ergebnis zum 11:11 (24.). Nun ließ jedoch die Konzentration der Gäste etwas nach. Das nutzten die SSV-Frauen aus. In dieser Phase konnten sie mehr überzeugen und bis zum Halbzeitpfiff eine Drei-Tore-Führung erzielen. Das war zwar schade und verzerrte etwas das Bild in einer bis dahin ausgeglichenen Partie.

 

Nach dem Seitenwechsel gingen die SG-Frauen konzentriert zu Werke, verkürzten über kleine Schritte und konnten in der 34. Minute den 17:17-Ausgleich herstellen. Der Eindruck entstand, dass sich die SG-Mannschaft gefunden hatte. Auch die Torhüterin wurde von der Abwehr jetzt besser unterstützt und konnte sich durch einige Paraden auszeichnen. Selbst einige Siebenmeter konnte sie parieren. Für eine etatmäßige Feldspielerin war diese Leistung aller Ehren wert und so manche unqualifizierte Bemerkung von der Zuschauerseite vollkommen daneben. Hoffentlich finden diese Personen den Weg, sich bei der Spielerin angemessen zu entschuldigen. Man darf gespannt sein.

 

Aber weiter zum Spiel. Dem SG-Team gelang es, einen Vorsprung zu erarbeiten (18:21/45.). Aber in der 49. Minute stand es wieder 22:22. Die Gastgeber nahmen eine Auszeit, aber die SG-Frauen blieben weiter "auf Kurs" und lagen in der 55. Minute noch mit 24:26 vorn. Es keimte Hoffnung auf, das Spiel für sich entscheiden zu können. Aber die Schiedsrichter hatten wohl einen anderen Plan. Übergenau und vor allem mit unterschiedlicher Bewertung gleicher Situationen griffen sie spielentscheidend in die Partie ein. Sie lenkten diese in eine bestimmte Richtung. Vielleicht war es nur ein komischer Zufall, dass beide Schiedsrichter vom direkten Kontrahenten um die Tabellenspitze aus Freital kamen. So spielte die Gästemannschaft über einen längeren Zeitraum in Unterzahl, teilweise in doppelter Unterzahl. Dadurch ging natürlich auch die Konzentration der SG-Frauen den Bach runter und der Ärger über so manche Entscheidung der Schiedsrichter gewann die Oberhand. Die Heimsieben schaffte so den Ausgleich (58.) und legte sogar noch ein Tor zum 28:27-Sieg (59.) nach.

 

Oschatz/Riesa: Lisa Kayser; Mandy Böhm (2/1), Elisa Eckert (1), Christin Fiddecke (2), Anke Friedrich (10/6), Lisa Frost, Ulrike Kühne (5/1), Anne Lehmann (7), Daniela Plockstieß, Anna Schimank, Wibke Schneider, Selina Schwager.

Jens Fiddecke

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