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Oschatz Schiefe Tanne und glatte Bahn in Döbeln
Region Oschatz Schiefe Tanne und glatte Bahn in Döbeln
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21:27 06.12.2013
Gunter Demnig beim Verlegen eines Stolpersteins in der Albertstraße, umringt von vielen Döbelnern, die extra gekommen waren. Quelle: Olaf Büchel

Viele Besucher waren am späten Nachmittag auf den Obermarkt gekommen. Sturm Xaver blies ihnen gehörig um die Ohren und sogar ein paar Flöckchen rieselten pünktlich zum Beginn des Budenzaubers vom Himmel herab. Wer zu sehr an die Ohren fror und ohne Kopfbedeckung war, der erhielt am Eingang der Gaudi-Hütte (Festzelt für Aprés-Schlittschuh) eine wärmende Weihnachtsmannmütze. Der Heilige Nikolaus alias Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer und Bauamtsleiter Erik Brendler als Knecht Ruprecht verteilten kleine Geschenke an die Kinder. Die Blechbläser der Musikschule musizierten auf der Bühne und die Knirpse Erik und Sophie durften das erste Türchen am großen Adventskalender öffnen.

Dann war es auf der anderen Seite des Obermarktes endlich so weit. Mit einem zünftigen "Hals und Beinbruch" gab Stadtwerke-Chef Reinhard Zerge die Doblina-Eisarena frei. Vorher hatte er selbst ein paar Proberunden probiert und den Eisspiegel für glatt genug befunden. Es dauerte nicht lange und die Fläche war gut mit Eisläufern besetzt. Selbst später am Abend, als dichter Flockenwirbel einsetzte und es sogar gewitterte, wurden noch eifrig Runden gedreht. Der Verleih von Schlittschuhen erfolgt gleich daneben an zwei Buden - eine für die kleinen und eine für die großen Schuhgrößen.

"Ich finde es toll, dass es in diesem Jahr in Döbeln eine Eisbahn gibt und werde so oft wie möglich hier sein", freute sich die 14-jährige Denise. Ihre Freundin Jennifer pflichtete bei: "Endlich mal was los auf dem Weihnachtsmarkt."

Vielleicht ist der Eis-Spaß ja doch nicht in einer reichlichen Woche schon wieder beendet. Eigentlich sollte am 15. Dezember mit dem Weihnachtsmarkt auch die Schlittschuhbahn schließen. Der gewaltige Aufwand, der beim Aufbau der Eisfläche betrieben wurde, würde es nach Meinung vieler Döbelner aber geradezu erfordern, dass sie länger als nur zehn Tage bleibt. "Wir denken darüber nach, noch eine Woche dran zu hängen. Das wird sich spätestens in drei Tagen entscheiden", sagt Sebastian Gasch von den Döbelner Stadtwerken. Dabei gehe es vor allem um die personelle Absicherung des Schlittschuhverleihs und der Aufsicht am Rande der Eisbahn. Denkbar sei laut Gasch, dass das ein Döbelner Sportverein übernimmt.

Dass die Freude am Kufensport in Döbeln groß ist, zeigte nicht nur der Andrang an der Eisbahn bei der Eröffnung gestern Abend. Die Stadtwerke hatten den Schulen der Stadt angeboten, die Fläche an den Vormittagen der kommenden Woche zu nutzen. "Schon am Dienstag waren wir ausgebucht", berichtet Gasch. Wenn also verlängert werden würde, hätten vermutlich noch weitere Schulklassen die Chance auf eine Schlittschuhpartie.

Am heutigen Sonnabend wird sich aber zunächst eine ganz andere wichtige Frage klären: Kann der Weihnachtsmann eigentlich Schlittschuh laufen? Er wird es wohl ab 15.30 Uhr in der Eisarena beweisen müssen. O. Büchel

Weihnachtsmarkt Döbeln: Sonnabend - 13.30 Uhr Klang-Tradition mit Posaunenchor, 14 Uhr Jugendblasorchester der Musikschule, 14.30 Uhr Anschnitt Riesenstollen, 15.30 Uhr Warten auf den Weihnachtsmann, 16 Uhr 1. Weihnachtsmannsprechstunde, 16.30 Uhr Mitmachprogramm "Frau Holle..., 17.30 Uhr Überraschung auf Eisarena (Mode), ab 18 Uhr Hüttenparty; Sonntag - 13.30 Uhr Dreamtime Band Leipzig, 15.30 Uhr Adventsklänge mit Posuanenchor, 16 Uhr Weihnachtsmannsprechstunde, 16.30 Uhr Der Weihnachtsstern (Tanzprogramm), 17.30 Uhr "Horch,..." mit Jahnataler Blasmusikanten.

Sebastian Gasch, Stadtwerke Döbeln

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