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Oschatz Schlichter oder Richter: Ehrenamt im Oschatzer Rathaus wieder besetzt
Region Oschatz Schlichter oder Richter: Ehrenamt im Oschatzer Rathaus wieder besetzt
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11:55 19.05.2015
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Oschatz

Das neue Gesicht in Büro der Friedensrichter ist Marcel Rothe. Er übernimmt das erste Mal eine Aufgabe in diesem Bereich. Ramona Walter unterdessen ist schon seit vielen Jahren als Friedensrichterin in dem Ehrenamt tätigt. Viele Jahre sammelte sie als Stellvertreterin von Konrad Loesch Erfahrungen. Loesch selbst hatte sich nicht wieder um das Amt beworben.

Die Vorauswahl aus den Bewerbern für das Friedensrichteramt lag beim Hauptausschuss des Oschatzer Stadtrates. Das Gremium hatte dann Walter und Rothe zur Bestätigung durch den Stadtrat nominiert.

Ramona Walter lebt in Wellerswalde und hat gleich zwei berufliche Ausbildungen, nämlich eine als Erzieherin und eine als Zahnarzthelferin. In ihrem Ehrenamt hat sie in den vergangenen Jahr erfahren: "Wir versuchen, Antragssteller und Antragsgegner auf einen Nenner zu bringen, damit sie sich gütlich einigen."

Ihr Stellvertreter Marcel Rothe lebt im Oschatzer Ortsteil Thalheim und ist Lebensmitteltechnologe. Seit acht Jahren arbeitet er als Produktionsleiter in einer Tiefkühlbackwarenwerk in Dommitzsch. "Auf Grund der eingereichten Unterlagen wird er als geeignete für diese Ehrenamt erachtet", erfuhren die Stadträte aus dem Empfehlungsschreiben des Hauptausschusses.

Das Tätigkeitsfeld von Walter und Rothe wird sich jedoch nicht nur auf das Oschatzer Stadtgebiet beschränken, sondern auf die gesamte Collm-Region erstrecken. Per Zweckvereinbarung hatten sich die Gemeinden des Altkreises Oschatz zusammengetan, um gemeinsam die Stelle des Friedensrichters zu nutzen. Dabei gilt die Faustformel, dass sich pro Monat zwei Bürger an die Friedensrichter wenden. "Im vergangenen Jahr nutzten 30 Bürger die Sprechstunden und wurden drei Verhandlungen durchgeführt", informiert Ulrike Lösch, Leiterin der Ordnungs- und Sozialamtes der Stadt Oschatz. Hauptziel der Friedensrichter ist es, Auseinandersetzungen zwischen Bürgern so zu schlichten, dass der regulare Justizapparat nicht eingeschaltet werden muss. So sind die ehrenamtlichen Richter in der Vergangenheit nicht nur bei Nachbarschaftsstreitigkeiten, sondern auch bei Hausfriedensbruch, Beleidigung oder Sachbeschädigung schlichtend aktiv geworden.

Die Sprechzeiten der Friedensrichterin und ihres Stellvertreters finden jeden zweiten und vierten Donnerstag eines Monats in der Zeit von 17 bis 19 Uhr statt. Das Büro befindet sich im Oschatzer Rathaus. © Kommentar

Hagen Rösner

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