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Oschatz Schloss Dahlen holt vier unterschiedliche Künstler an Bord
Region Oschatz Schloss Dahlen holt vier unterschiedliche Künstler an Bord
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00:20 04.09.2017
Steve Klose konnte Sven Ritter, Uwe Arnold, Sabine Kunz und Willfried Gruhne (v.l.n.r.) für den Tag der offenen Tür im Schloss gewinnen. Quelle: Foto: Kristin Engel
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Dahlen

Kreativ und mit dem richtigen Auge für das Detail. Das ist wohl die Gemeinsamkeit der vier Künstler, die ihre Werke am 10. September, zum Tag des offenen Denkmals im Schloss Dahlen ausstellen werden. „Es sind vier namenhafte Künstler mit den unterschiedlichsten Stilrichtungen. Wir freuen uns, dass sie hier bei uns im Schloss ihre Werke ausstellen werden“, sagt Steve Klose, Vorstandsmitglied des Schloss- und Parkvereins. Alle Künstler besuchten bereits im Vorfeld das Schloss, um sich einen Überblick über das Ambiente zu verschaffen.

So auch Sven Ritter aus Leipzig. Er plant eine ganze Wand mit abstrakten Bildern zu füllen – etwa sieben oder acht Kunstwerke, mit dem Basismotiv Wolken. „Ich denke, es ist ein guter Ausgleich, wenn sich beim Projekt ’Workcamp Parquet’ im Schloss Dahlen alles um den Boden dreht, ich mich mit dem Thema Luft befasse. Ich bin gespannt, wie es in der Kombination wirkt“, so die Gedanken des Leipzigers. Er selbst ist nicht nur Maler, sondern auch Tanzlehrer. „Früh male ich und am Abend lasse ich tanzen“, sagt er mit einem Lachen. Er wurde von Steve Klose angesprochen, ob er sich an der Ausstellung beteiligen wolle. „Was hier geschaffen wurde, ist eine gute Sache. Da mache ich gerne mit.“

Ebenfalls beteiligt sich ein Künstler aus Dahlen. „Ich bring gleich 50 Bilder mit“, sagt Willfried Gruhne mit einem Lachen. Auch er setzt auf Landschaft und Fantasie kombiniert mit Farbimpressionen aus Ölmalerei. „Ich male wegen der Freude an der Sache. Ich sehe meine Bilder mehr als eine Skizze.“ Inspiriert wird er vor allem durch alte Gemäuer, wofür sich das Schloss Dahlen geradezu anbietet. „Ansonsten male ich aus dem Bauch heraus und scheue mich nicht davor, auch mal Fehler zu machen“, so der Restaurateur. Im nächsten Jahr möchte der Dahlener eine Malschule eröffnen – mit dem Ziel, die Kinder vom Handy weg zu bringen und sich auf die Kunst zu konzentrieren.

„Welche zwei bis drei Bilder ich ausstellen werde, ist noch nicht ganz sicher“, sagt Sabine Kunz aus Halle. Bei ihren Werken handelt es sich nicht um die übliche Malerei, sondern um großformatige Farbholzschnitte, aus denen sich meist in der Kombination eine Schmetterlingssymbolik entwickelt. Vielleicht wird sie sogar ein Werk in der Größe von 2,40 Meter ausstellen. Hierfür muss jedoch erst die Versicherungsfrage geklärt werden. Eines steht jedoch fest: „Es wird sehr gut in das Barockschloss passen.“ Ein Bild von ihr, mitten auf der Berliner Mauer, das sie erneuern sollte, führte sie nach einigen anderen Wegen wieder zurück zur Malerei. Auch wenn ihre meisten Werke aufgrund ihrer Größe und den kräftigen Farben ins Auge stechen, arbeitet sie auch an einigen Stücken, die vielmehr durch ihre Handlichkeit mit Schwarz-Weiß-Tönen überzeugen können. Viele ihrer Kunstwerke zeigen den Menschen in seiner Bewegung, in der Beziehung zueinander. Die Skizzen hierfür fertigt sie nicht selten am Strand in Italien.

Uwe Arnold ist freischaffender Künstler – und das bereits seit 1995. „Es ist mein Beruf und meine Berufung“, sagt der Leipziger. Bereits während seiner Schulzeit hat er mit der Malerei Geld verdient. So tut er es noch heute. Er selbst hat sich mit seiner Ölmalerei auf Porträts spezialisiert. „Es ist eine große, gegenständliche Malerei, nichts abstraktes, kein Farbenspiel. Mein Fokus liegt auf den Menschen. Das war schon immer so. In ihnen lässt sich die Mimik und Gestik erkennen.“ Diese Fähigkeit versucht er zu nutzen, um Emotionen bei dem Betrachter zu erzeugen. Rund eine Hand voll großer Bilder will er am 10. September mit zum Tag des offenen Denkmals in das Schloss Dahlen bringen.

Von Kristin Engel

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