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Schloss Wiederoda ist Sammelstelle für Hilfsorganisation

Soziales Schloss Wiederoda ist Sammelstelle für Hilfsorganisation

Hilfsgüter für Kinder in Osteuropa werden im Schloss Wiederoda gesammelt. Katarina Kraft von Wedel und ihr Mann Hartwig unterstützen damit die Hilfsorganisation GAiN.

Die ersten Spenden werden in einem Container gleich verladen. Sie sind für arme Kinder in Lettland bestimmt.

Quelle: Bärbel Schumann

Wiedroda. An der Treppe von Schloss Wiederoda flattert rot-weißes Absperrband. Ein Schüttcontainer steht bereit. Nach dem Klingeln kommt Katarina Kraft von Wedel und öffnet. „Hier unten ist derzeit eine Baustelle. Das ist alles mühsam und wir machen alles mit der Hand“, erklärt sie. Ein Blick in die Räume, wo beispielsweise auch schon zum Weihnachtskaffee oder in den Hofladen eingeladen wurde und wo vor wenigen Tagen eine Gruppe Behinderter bei einem Besuch der Alpakafarm „Zauberland Alpakas“ zu Gast war. ist Jetzt ist hier eine Baustelle. Der Fußboden muss erneuert werden. Für Katarina Kraft von Wedel und ihren Mann Hartwig bedeutet dies Handarbeit. Inzwischen sind sie beim Erdreich des alten Schlossgemäuers angekommen.

Engagement für Schwächere

Die Kinder des Paares sind in der Schule oder der Kita. Im weiträumigen Wohnzimmer mit der historischen Kassettendeckenmalerei erzählt die Mutter von ihrem sozialen Engagement. „Wir haben hier im Schloss gewiss viel Arbeit und auch noch vor uns. Zudem fordert uns unsere Alpaka-Farm. Aber uns ist es wichtig, dass wir uns auch für Schwächere engagieren“, erzählt die Wiederodaerin. Christliche Werte vermitteln, Schwachen helfen, sie uneigennützig unterstützen, das ist beiden engagierten Christen wichtig und das leben sie auch ihren Kindern vor.

Seit kurzem hat sich das Paar deshalb bereit erklärt, als Anlaufpunkt und Spendensammelstelle für die weltweit agierende christliche Initiative „GAiN“ zu agieren. „Der Name heißt gewinnen und ist die Kurzform von Global Aid Network. Ziel ist, die Ärmsten und Benachteiligten der Welt, die sich nicht selbst helfen können, eine neue Perspektive für ihr Leben und Hoffnung für ihre Zukunft zu geben“, erklärt Katharina Kraft von Wedel.

GAiN leistet Katastrophenhilfe

Wichtig ist dem global agierenden Netzwerk, Hilfe weltweit transparent zu machen. Zudem leistet GAiN Katastrophenhilfe und betreut humanitäre Hilfsprojekte auf allen Kontinenten, unabhängig von Alter und Religionszugehörigkeit. „Freunde aus Dresden sind hier schon aktiv und wir wurden so auf diese Initiative aufmerksam. Wer unterstützt, kann sicher sein, dass seine Gaben auch wirklich bei Hilfsbedürftigen ankommen“, so die Wiederodaerin.

Deshalb hat die Familie sich nicht lange bitten lassen, auf ihrem Anwesen eine Sammelstelle einzurichten. Es ist die erste in Sachsen für die Hilfsinitiative. „Wir sammeln hier Spenden für osteuropäische Familien. Vor allem Kinder wollen wir unterstützen“, so Katharina Kraft von Wedel. Die ersten Spenden von Freunden sind da – ausrangiertes Spielzeug, Mobiliar und anderes mehr aus einer privat betriebenen Kita. Bis zur Vorweihnachtszeit ist es das Ziel der GAiN-Unterstützer, vor allem für Kinder zu sammeln. Deshalb wurde auch eine Schulranzen-Aktion gestartet. „Wie schnell sind die Kinder ihrem Ranzen entwachsen und er ist noch zu gut, um im Müll zu landen. Während anderswo Kinder froh wären, einen eigenen Ranzen zu besitzen, das für sie purer Luxus ist“, so die Mutter aus eigener Erfahrung.

Spenden in Bananenkisten

Aber auch Kleinmöbel-, Kleider-, Haushaltsgegenständespenden werden entgegengenommen. „Am besten die Spender verpacken ihre Gaben in Bananenkisten, da kann alles gut in Transportcontainer gestapelt werden. Die Spender können sich sicher sein, dass hier alles direkt bei Bedürftigen ankommt.“

Wer die Organisation unterstützen möchte, kann sich an Katharina Kraft von Wedel wenden. Sie ist unter der Telefonnummer 0172 9865033 erreichbar. Über GAiN gibt es im Internet unter www.GAiN-Germany.org fortführende Informationen.

Von Bärbel Schumann

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