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Oschatz Schlussstrich nach zehn Jahren: Oschatzer Kunstverein gibt auf
Region Oschatz Schlussstrich nach zehn Jahren: Oschatzer Kunstverein gibt auf
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17:10 14.07.2014
Kunst im Garten - Rene Dünki und Doris Köhler bei der Kunstaktion in der Sparte "Erich Billert". Quelle: Dirk Hunger

Doch nun hat der Verein seine Auflösung bekannt gegeben. Bereits im April hätten die Mitglieder darüber abgestimmt, informiert Vereinsvorsitzender Wolfgang Thibault (51) vom Töpferhof Schmorkau. Spätestens März nächsten Jahres stellt der Oschatzer Künstler-Club seine Tätigkeit endgültig ein.

Um das Vereins-Aus nach zehn Jahren zu erklären, reichen wenige Worte: Es fehle an Nachwuchs und Engagement, so Thibault. "Es gibt immer weniger Jugendliche, die an Kunst interessiert sind", sagt er, "zudem haben auch die Aktivitäten nachgelassen." So sei es immer schwieriger geworden, Freiwillige zu finden, welche Räume für Ausstellungen organisieren und dafür Werbung machen. Dem Verein gehörten zuletzt 25 Kunstfreunde an.

"Ein Großteil sind aber nur zahlende Mitglieder und nur ein kleiner Teil aktiv", kritisiert Thibault die Arbeit der vergangen Monate. Auch in der Oschatzer Kunst- und Ausstellungsszene gab es in den vergangenen Jahren einige Veränderungen: Viele der Veranstaltungsorte, die früher vom Verein bespielt wurden, seien mittlerweile verkauft oder anderweitig vermietet, berichtet Thibault - für Oschatzer Künstler bleibe wenig Raum.

Dabei hatte die Arbeit des Oschatzer Kunstvereines vor zehn Jahren verheißungsvoll begonnen. Bis 2010 wurden in fast jährliche Abstand die Oschatzer Kunstwoche organisiert. Auch im Vorfeld einer Oschatzer Modenacht hatten sich die Oschatzer Kunstschaffen zusammengetan, um ihre Objekte und Werke zu präsentieren. Noch sehr enthusiastisch hatte der Verein vor zehn Jahren seine Ziele formuliert: "Mit unseren Vereinsmitgliedern unternehmen wir zahlreiche Aktivitäten, Ausstellungs- und Atelierbesuche, gemeinsame Fahrten, Feiern. Einmal wöchentlich trifft sich unsere Kreativgruppe, ein Literaturkreis soll entstehen, einmal monatlich ist 'Künstlerstammtisch'". Jetzt soll unter dieses Kapitel der Oschatzer Stadtgeschichte ein Schlussstrich gezogen werden. Doch als Einzelkämpfer werden die Oschatzer Künstler trotzdem weiter in der Region unterwegs sein. Und Wolfgang Thibault bringt es auf den Punk: "Wir bereuen die letzten zehn Jahre nicht und hoffen, das Oschatz etwas davon gehabt hat." Wenn auch nicht als Verein, so wolle die Oschatzer Künstlertruppe als "lockere Verbindung" weitermachen.

Benjamin Winkler

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